Inzwischen gibt es Hebevorrichtungen für schwere Lasten, kommt der Beton mit dem Speziallaster und wird auf der Baustelle mittels Kübel und Kran oder mit Schüttrohr oder Betonpumpe, manchmal mit Betonmischer und Rutsche gleichmäßig in die vorgefertigte Schalung gegossen.
Die Generation von Hermann Autzen musste freilich all das noch von Hand, ohne nennenswerte Hilfsmittel, mit vollem Körpereinsatz schaffen.
1975 übergab Hermann Autzen das Baugeschäft, das er in schwierigen Zeiten quasi mit nichts als seiner Tatkraft gegründet hatte, als soliden Betrieb an seinen Sohn Horst-Dieter. Zuvor hatte sich der Senior einen Alterssitz im Dorf gebaut, auf den er sich zurückzog und die nächste Generation machen und gestalten ließ. Hermann Autzen verstarb im Alter von 72 Jahren plötzlich an einem Herzinfarkt.



Horst-Dieter Autzen, ein studierter Bauingenieur, der auch außerhalb des väterlichen Betriebes Berufserfahrung gesammelt hatte, fasste Kompetenz und Unternehmenskultur des Betriebes in drei Worte zusammen: Wir machen alles. Was so viel bedeutete wie: Wir können alles. Und auch: Wir sind uns für keinen Auftrag zu schade.
Landwirtschaftliche Bauten waren damals sehr nachgefragt, ebenso Gewerbebauten. Neben dem klassischen Wohnungsbau wurden zunehmend auch Sanierungen von Bestandsbauten gewünscht. So verschieden die Aufträge waren, arbeitete das Team alle gleichermaßen engagiert und auf Qualität bedacht ab. Ganz im Geiste der vom Chef ausgegeben Leitlinie: Wir machen alles.
Als Horst-Dieter Autzen 2008 nach schwerer Krankheit im Alter von 64 Jahren starb, hatte er bereits für seine Nachfolge im Unternehmen gesorgt: Sein Sohn Nils, Jahrgang 1971, gelernter Zimmermann und studierter Bauingenieur, hatte nach mehrjähriger Tätigkeit als Bauleiter bereits 2003 die Geschäftsleitung des väterlichen Betriebs mit seinerzeit 20 Beschäftigten übernommen.