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Baugeschäft Autzen in Treia: Ein gesunder mittelständischer und in der Region bestens verwurzelter Betrieb

Nils Autzen wird auch von seiner Frau Mareike unterstützt.  Fotos: Autzen

Firmengründer Hermann Autzen vertraute auf sein handwerkliches Können und seine Tatkraft.

Das alte Lohnbuch seines Großvaters hat der Bauunternehmer Nils Autzen noch einmal hervorgeholt, zur Feier des 75-jährigen Bestehens seines Baugeschäftes in Treia. Das hatte sein Großvater Hermann Autzen gegründet, exakt am 1. April 1948, und als Soloselbständiger begonnen.

Heute steht das Baugeschäft Autzen dank beständigen Wachsens über drei Generationen mit 50 Beschäftigten als gesunder mittelständischer und in der Region bestens verwurzelter Betrieb glänzend da.

Tüchtige und zupackende Bauleute waren die Autzens über die Generationen. Der damals 36 Jahre alte Maurermeister Hermann Autzen hatte 1948 beschlossen, sich selbständig zu machen, um das Einkommen für seine Familie mit den drei Kindern zu sichern. Die Arbeitslosigkeit war hoch damals, ebenso wie die Inflation. Ein Brot kostete über 100 Reichsmark. Die Wirtschaft lag am Boden. Hermann Autzen vertraute auf sein handwerkliches Können, seine Tatkraft und darauf, dass es immer etwas zu bauen gibt. Der Erfolg gab ihm recht. Als im Sommer 1948 die Währungsreform in Kraft trat und die D-Mark die inflationäre Reichsmark ablöste, ging es wirtschaftlich aufwärts.

Schon bald beschäftigte Hermann Autzen zwei Angestellte, in den 50-er Jahren waren es bereits sechs. Im Lohnbuch verzeichnete er handschriftlich, wieviel er jedem seiner Leute ausgezahlt hatte. Der Stundenlohn damals: 1,30 D-Mark. Zum Vergleich: In jener Zeit kostete ein Kilo Brot 49 Pfennig.

Die Arbeit war körperlich anstrengend

Hermann Autzen und seine Männer bauten alles, was anfiel: Einfamilienhäuser und Stallungen, Anbauten und Lagerräume. Mit einem alten Hanomag 5,5 Tonner schaffte der Unternehmer Material heran. Beton und Mörtel wurden direkt auf der Baustelle mit einer Mischmaschine hergestellt. Die Arbeit war körperlich anstrengend. „Kein Vergleich zu heute", sagt heute der Enkel Nils Autzen, der inzwischen das Baugeschäft führt. 

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