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Dachflächen clever nutzen

Entlastung für die Haushaltskasse, Belastung für die Dachstatik: Der Dachaufbau muss bei der Planung einer PV-Anlage mit berücksichtigt werden. Foto: DJD/puren

Energie sparen, Klima schützen, Wohnqualität steigern

Ein Dach schützt nicht nur vor Wind und Wetter. Immer mehr Hausbesitzer erkennen, dass sich die oberste Gebäudehülle aktiv für Klimaschutz, Energieeffizienz und mehr Wohnkomfort einsetzen lässt. Ob Photovoltaikanlage, Dachbegrünung oder beides: Wer das Potenzial des Daches ausschöpft, steigert nicht nur den Wert seiner Immobilie, sondern profitiert auch von handfesten Vorteilen im Alltag.

Solaranlagen erzeugen klimafreundlichen Strom und entlasten damit dauerhaft die Haushaltskasse. Begrünte Dächer leisten ebenfalls einen wertvollen Beitrag: Sie speichern Regenwasser, fördern die Artenvielfalt und verbessern das Mikroklima. In heißen Sommern wirken sie wie eine natürliche Klimaanlage, im Winter bieten sie zusätzlichen Wärmeschutz. Gerade in dicht bebauten Städten schaffen sie kleine grüne Inseln, die Mensch und Umwelt gleichermaßen zugutekommen. Doch beide bringen zusätzliches Gewicht aufs Dach und belasten die Dachkonstruktion - eine Tatsache, die bei Planung oder Sanierung unbedingt berücksichtigt werden sollte.

Unternehmen aus der Region

Ob Solarpaneele oder Begrünung, beide Nutzungen des Dachs bringen zusätzliches Gewicht aufs Haus. Entscheidend ist ein durchdachter Dachaufbau. Neben der statischen Tragfähigkeit der Dachkonstruktion spielt vor allem die Wahl des Dämmstoffs eine Rolle. Hier können leichte Materialien einen entscheidenden Unterschied machen. Polyurethan-Hartschaum (PU) beispielsweise verbindet eine hohe Dämmleistung mit sehr geringem Gewicht. Das ermöglicht schlanke Dachaufbauten, was gerade bei Sanierungen mit begrenztem Platzangebot von Vorteil ist.

Fördermöglichkeiten nutzen

Die Investition in eine effiziente Dämmung und eine intelligente Dachnutzung wird durch verschiedene staatliche Programme unterstützt. Förderungen für energetische Modernisierungen gibt es etwa über die KfW-Bank und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). PV-Anlagen werden durch die KfW sowie regionale und kommunale Programme unterstützt Und für Gründächer gibt es eine Vielzahl regionaler Initiativen, vor allem auf Ebene der Kommunen.
djd


Umweltfreundlicher Grillspaß

Kleine Tipps mit großer Wirkung für die Küche im Freien

Warme Temperaturen und ein klarer Himmel: Das sind perfekte Bedingungen zum Grillen. Ob im Garten oder im Park, draußen ist man dabei immer. Doch der Grillspaß kann auf Kosten der Umwelt gehen. Der Naturschutzbund Hamburg (Nabu) gibt Tipps, wie es besser geht.

Das fängt schon beim Grill selbst an. Denn wiederverwendbare Grills sind nachhaltiger als Einweggrills, die nach jeder Verwendung weggeschmissen werden müssen. Auch beim Grillzubehör und den Essensutensilien sollte alles wiederverwendbar sein. Etwa statt einer Grillschale aus Alu eine aus Edelstahl, und statt Plastikgabeln und Papptellern das eigene Essgeschirr von Zuhause nehmen.

Feuer frei - doch womit eigentlich?

Wer den Grill mit Kohle befeuert, sollte vor allem auf deren Art und bestenfalls auf eine deutsche Herkunft achten. Denn Kohle aus Tropenholz kann in manchen Fällen ein Produkt von Raubbau sein - besonders schwer ist das zu erkennen, wenn die Holzart oder die Herkunft nicht klar erkennbar sind.

Als Orientierung können da etwa die FSC- oder die Naturland-Zertifizierung dienen, die auf nachhaltige Forstwirtschaft sowie die Einhaltung sozialer Kriterien bei der Herstellung hinweisen, sagt Ilka Bodmann, Sprecherin des Nabu Hamburg. Zusätzlich bedeutet bedeutet eine Kennzeichnung mit der Norm DIN EN 1860-2, dass kein Pech, Erdöl, Koks oder Kunststoff im Produkt enthalten ist.

Elektrogrills bieten eine praktische Alternative. Ganz ohne Kohle können sie, bestenfalls mit Ökostrom nahezu klimaneutral, betrieben werden. Und noch ein zusätzlicher Vorteil: Ohne das Verbrennen von Kohle entstehen weniger Schadstoffe, wie Rauch oder polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), die krebserregend sind.

Bei der Suche nach Grillanzündern kann die Natur helfen. Statt chemischer Produkte kann man kleine Äste oder Stöckchen verwenden, rät der Nabu. Wer Karton, Wolle oder Watte zur Hand hat, kann auch diese nutzen.

Was auf den Grill kommt, kann Unterschied machen

Gemüse, Halloumi, Tofu und noch mehr - auf den Grill kann vieles. Wer da etwas nachhaltiger unterwegs sein will, hat also viele Alternativen für Fleisch, dessen Herstellung vergleichsweise große Mengen an Wasser und Energie verbraucht, sagt Ilka Bodmann. Wer nicht ganz aufs Fleisch verzichten will, sollte beim Kauf möglichst auf Bio-Produkte aus regionaler und artgerechter Haltung setzen. Als weitere nicht pflanzliche Alternative gibt es Fisch. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass er aus gesunden und regionalen Beständen kommt. Eine Übersicht, auf welche Kriterien dabei zu achten ist, bietet die „Guter Fisch“-Liste, die vom Nabu, den Verbraucherzentralen, dem Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (Geomar), der Deutschen Umwelthilfe und der Umweltschutzorganisation WWF erstellt wurde. Dort werden Fanggebiete, akzeptable Fangmethoden und weitere Informationen aufgelistet.

Unternehmen aus der Region

In Parks oder auf Wiesen grillen ist eine Alternative zum Garten oder Balkon. Dabei sollte Rücksicht auf die Natur genommen werden: Also nur auf erlaubten Flächen grillen und Tiere in der Umgebung nicht durch Lärm oder den Rauch des Grills stören oder gar vertreiben. Ist alles gegessen, geht es ans Aufräumen. Die Glutreste sollten auf keinen Fall auf die Wiese gekippt werden. Stattdessen: vollständig abkühlen lassen und im Restmüll entsorgen. Jeglicher andere Müll sollte wieder mitgenommen und ordnungsgemäß entsorgt werden.
dpa/tmn 


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