Auf 100 erfolgreiche Geschäftsjahre kann die Firma BELO Bernhard Lorenzen & Sohn in Bredstedt in diesen Tagen zurückblicken. Zwar hat das Unternehmen und damit Familie Lorenzen immer wieder neu auf marktbedingte Herausforderungen reagiert und neue Firmenzweige - erschlossen aber stets mit Augenmaß. „Wir haben immer unsere Bodenhaftung beibehalten und sind bei aller Expansion realistisch geblieben“, betont Bernhard Lorenzen, zusammen mit Tochter Marita Frädermann und Sohn Peter Lorenzen Geschäftsführer der GmbH. Zu ihrer großen Freude feiert Seniorin Inge Lorenzen, die 1957 noch unter ihrem Mädchennamen Inge Voigt in der Firma begonnen hat, im Alter von mittlerweile 90 Jahren dieses runde Jubiläum mit ihnen im Kreis der Familie.
Gefeiert wird das Firmenjubiläum aber auch mit Kunden, Geschäftspartnern, Nachbarn, Freunden und allen Interessierten. Am 2. Oktober von 14 bis 18 Uhr gibt es einen Tag der offenen Tür, bei einer Tombola mit attraktiven Preisen auf die BesucherInnen wartet und sogar ein 500-€-Gutschein für das Vorzeigen der ältesten BELO-Rechnung bereitliegt. Für das leibliche Wohl sorgen die Firmen Kinsky und Getränke Hoffmann, das „SoccerEi“ und die Hüpfburg machen die Veranstaltung zudem wirklich familientauglich.

Außerdem präsentieren sich die „Nachbarn“ REBO Bredstedt und Bordelum, EBike-Center, Erd- und Straßenbau Bredstedt sowie Jensen und Friedrichsen (Kfz-Sachverständige) mit Jubiläums-Aktionen. Und nicht zuletzt stellt die FFW ihr neues Löschfahrzeug vor.
1926 siedelt Bernhard Lorenzen seinen in Struckum gelegenen Betrieb nach Bredstedt in die Lornsenstraße um. Im Husumer Landratsamt wird der Firmenzweck mit „Handel mit Rauhfutter, Düngemitteln und Kartoffeln“ eingetragen. Zusätzlich betreibt der Firmengründer Landwirtschaft mit Getreide, 7 Milchkühen, Jungkühen und etlichem Federvieh. Durch den Bau eines
Gleisanschlusses für Eisenbahnwaggons 1944 wird die Belieferung mit Kohle „bis vor die Firmentür“ möglich. 1948 kehrt Sönke Peter Lorenzen aus russischer Kriegsgefangenschaft heim und tritt in den elterlichen Betrieb ein, im Folgejahr entsteht ein Bürogebäude mit einer 20 to Brückenwaage. Als neuer Geschäftszweig wird Stroh gepresst und per Waggon vom Bredstedter Güterbahnhof an Papierfabriken geliefert. Zum Ausgleich der Kohleknappheit wird die Firma in der Torfgewinnung im Silleruper Moor aktiv, ein Unimog mit Spritzgerät kommt bis zur Lüneburger Heide in Einsatz. 1953 baut die Firma Matthiesen eine Asphaltmischmaschine auf dem Firmengelände, der Vertrieb von Diesel und Schmierstoffen wird aufgenommen, 1954 erfolgt die Übernahme der Progas Flaschengas Spedition. Fortsetzung nächste Seite
Christine Wauer