Es ist schon eine beeindruckende Unternehmensgeschichte, für die der Flensburger Georg August Asmussen vor acht Jahrzehnten die Weichen stellte. Eine berufliche Neuorientierung führte im Jahre 1945 dazu, dass der Gründer der heutigen Gruppe es sich zur Aufgabe machte, Flensburger Bürgern die Abwasserleitungen intakt zu halten. Ein herausforderndes Betätigungsfeld in jenen Zeiten, da er auf seinen Touren einzig mit einem Fahrrad und einer Rohrreinigungsspirale unterwegs war.
Doch mit der richtigen Strategie und einem ansehnlichen Sachverstand überzeugte Georg August Asmussen stets serviceorientiert und dass unter Maßgabe einer durch die Stadtverwaltung erteilten Genehmigung: „Als erster Firmensitz diente damals ein Abstellraum in der Pumpstation Ballastbrücke“, erzählt Enkel und Diplom-Ingenieur Georg Asmussen. Wenige Jahre später verstärkte Sohn Georg das aufstrebende Unternehmen als ausgelernter Baukaufmann.„Beide er-kannten schnell, dass sich mit dem aufkommenden Wirtschaftsaufschwung große Chancen ergaben und gründeten ein zusätzliches Tiefbauunternehmen“, so der Enkel von Georg August Asmussen und der Sohn von Georg Asmussen weiter.
Die Expansion erforderte eine räumliche Erweiterung. Im Jahre 1951 ging es von der Ballastbrücke in die Bachstraße. Auf dem dort erworbenen Grundstück verfügten Vater und Sohn jetzt auch über ein kleines Bürogebäude und die Mitarbeiterzahl erreichte mit bis zu 80 Angestellten einen beachtlichen Höchststand. Gerätschaften hingegen waren in der damaligen Zeit noch Mangelware. Erst Ende der 50-ziger Jahre nahm die Fuhrparkgestaltung an Fahrt e auf, mit unter anderem. Einem Seilbagger, einer Planierraupe und einem LKW: „Bis dahin war Men-Power angesagt, doch jetzt konnten anspruchsvollere е Projekte t realisiert werden wie zum Beispiel größere Sielbaumaßnahmen im Stadtgebiet oder der Bau des Marinebunkers in Meierwik“, ergänzt der jetzige geschäftsführende Gesellschafter. Für die Kernkompetenzen aus den Gründerjahren interessierte sich hingegen vermehrt der Bruder des Juniors und Onkel des jetzigen geschäftsführenden Gesellschafters. „Hans Uve Asmussen sah für das Unternehmen mehr Entwicklungspotenzial in der Kanalreinigung und so kam es 1962 zur Anschaffung des 5 ersten Hochdruckspülwagens“, berichtet Georg Asmussen. Nach dem frühen Tod des Vaters von Georg Asmussen führte dann der Onkel ab 1965 das Unternehmen in Eigenverantwortung weiter und investierte kräftig in die modernen – Technologien der Kanalreinigung. Die Tiefbauabteilung profitierte ebenfalls von diesem unternehmerischen Weitblick. „Das führte unter anderem dazu, dass wir im größeren Umfang am Aufbau des Flensburger Fernwärmenetzes beteiligt waren“, erklärt der Neffe heute.