
Der sogenannte Winterblues ist ein weit verbreitetes Phänomen, das durch Lichtmangel verstärkt wird. Mit der richtigen Beleuchtungsplanung lassen sich die eigenen vier Wände in eine energieeffiziente Wohlfühloase verwandeln, die nachweislich die Stimmung hebt. Eine gut durchdachte Beleuchtung setzt auf die gezielte Steuerung von Lichtfarbe und -intensität. Aktivierendes Licht am Morgen mit kühlen Farbtemperaturen über 5.000 Kelvin sorgt für einen guten Start in den Tag – etwa durch großflächige Allgemeinbeleuchtung im Bad. Tageslichtlampen mit 2.500 bis 10.000 Lux und rund 6.000 Kelvin vermitteln dem Körper das Gefühl von Sonnenlicht und wirken winterlicher Müdigkeit entgegen.
Warmes Licht am Abend entspannt hingegen und unterstützt die Produktion des Schlafhormons Melatonin.
Smart-Home-Systeme und Human-Centric-Lighting
Intelligente Lichtkonzepte mit sogenanntem Human-Centric-Lighting unterstützen den natürlichen Tagesrhythmus automatisch. Diese Systeme passen Helligkeit und Farbtemperatur dem Tagesverlauf an. Vorprogrammierte Licht-Routinen holen uns morgens sanft aus dem Tiefschlaf und fahren abends das Licht automatisch herunter.
Für optimale Lichtgestaltung sollten in Wohnräumen mehrere Lichtquellen zum Einsatz kommen. Große Räume profitieren von bis zu sieben Leuchten für gleichmäßige Ausleuchtung. LED-Lampen sind dabei besonders effizient: Sie verbrauchen bis zu 85 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen. Mit Dimmern lassen sie sich stimmungsvoll anpassen.
// msl
Checkliste: 5 Punkte für optimale Winterbeleuchtung
1. Tagesrhythmus beachten: Morgens kühles Licht, abends warmes Licht
2. Mehrere Lichtquellen nutzen: Mindestens drei verschiedene Leuchten pro Hauptwohnraum
3. Tageslichtlampen einsetzen: 2.500-10.000 Lux am Arbeitsplatz gegen Wintermüdigkeit. Je weiter die Lampe entfernt ist, desto höher sollte der Wert sein
4. LED-Technologie wählen – für Energieeinsparung, lange Lebensdauer und Dimmmöglichkeit
5. Smart Home erwägen: Automatische Anpassung an Tagesrhythmus für optimales Wohlbefinden