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Wo Wasser fließt, wächst Gleichheit

Der diesjährige Weltwassertag stellt auf die Gleichstellung der Frau in Hinblick auf die Wasserversorgung in den Vordergrund. Foto: Jens Büttner/zb/dpa

Weltwassertag am 22. März stellt Geschlechtergleichstellung beim Wasserzugang in den Mittelpunkt

Der Zugang zu Wasser ist ein Menschenrecht. Dennoch leben laut Angaben der Vereinten Nationen (VN) weltweit 2,2 Milliarden Menschen ohne sicher verwaltete Trinkwasserversorgungund das mit verheerenden Auswirkungen auf ihr Leben und die Gesellschaft insgesamt. Seit 1992 wird der Schutz dieser essenziellen Ressource jährlich mit dem Weltwassertag am 22. März in den Vordergrund gerückt. Der Tag soll Menschen weltweit dazu inspirieren, sich an Maßnahmen gegen die globale Wasserkrise zu beteiligen. Das Hauptaugenmerk liegt auf der Verwirklichung des nachhaltigen Entwicklungsziels, bis 2030 Wasser und Sanitärversorgung für alle Menschen zu gewährleisten und ihm damit den Status eines Privilegs zu nehmen.

Unternehmen aus der Region

Wo es den Menschen an sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen in der Nähe ihrer Wohnorte mangelt, gedeihen Ungleichheiten, wobei Frauen und Mädchen am stärksten darunter leiden. Am Weltwassertag 2026 soll daher die entscheidende Beziehung zwischen Wasser, Frauen und Geschlechtergleichstellung näher beleuchtet werden. 

Sie sind es, die das Wasser sammeln und es verwalten. Allzu oft werden Frauen und Mädchen von den Systemen, die für die Wasserversorgung zuständig sind, von Entscheidungsprozessen, Führungspositionen, Finanzierung und Repräsentation jedoch ausgeschlossen. Das macht die Wasserkrise zu einer Krise der Frauen. Ziel soll es daher sein, einen transformativen, auf Rechten basierenden Ansatz zur Bewältigung dieser Herausforderungen zu finden, bei dem die Stimmen der Frauen gehört und ihre Handlungsfähigkeit anerkannt wird.

Gefordert wird, dass Frauen auf allen Ebenen der Wasserwirtschaft gleichberechtigt vertreten sein müssen, um den Wandel im Wassersektor voranzutreiben - als Ingenieurin, Bäuerin, Wissenschaftlerin, Sanitärarbeiterin und Gemeindevorsteherin.

Angesichts der wachsenden Risiken, mit denen die Menschen sich konfrontiert sehen – vom Klimawandel und wasserbedingten - Katastrophen bis hin zu Finanzierungslücken, von sozialen Normen bis hin zu Lücken in der Regierungsführung –, muss jeder seinen Beitrag leisten: Wasser als Gemeingut bewirtschaften und Widerstandsfähigkeit für die Zukunft aufbauen.

Dazu gehört auch, Männer und Jungen als Verbündete einzubinden, um sauberes Wasser, sanitäre Einrichtungen und Hygiene für alle zu fördern und die Normen und Verhaltensweisen infrage zu stellen, die Frauen und Mädchen benachteiligen. Nur so kann eine sichere Wasserversorgung den Bedürfnissen aller gerecht werden und Wasser wird zu einer treibenden Kraft für nachhaltige Entwicklung und Geschlechtergleichstellung, von der alle profitieren.
jfa

www.un.org/en/ observances/water-day


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