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Tafel Neumünster: "Es ist ein Ehrenamt"

An der Ausgabe übergibt die ehrenamtliche Helferin Marion Matern einen Korb mit geretteten Lebensmitteln an einen Gast der Tafel.    Fotos: Alexandra Bury

Die Zahl der Helfer ist seit dem Umzug gewachsen

Die Ehrenamtlichen hören zu, geben Rat und helfen oft auch dabei, weitere Unterstützungsangebote zu finden. Immer wieder erleben sie dabei ein hartnäckiges Missverständnis. "Viele glauben, wir seien Mitarbeiter der Stadt oder des Jobcenters. Aber nein - wir arbeiten ehrenamtlich“, erklärt die Leiterin. Die Zahl der Helfer ist seit dem Umzug ebenfalls gewachsen. Mehr Platz bedeutet, dass sich mehr Menschen engagieren können.

Unternehmen aus der Region

Licht aus, um zu sparen
Doch auch die Tafel selbst bleibt von den steigenden Kosten nicht verschont. "Die Stromkosten sind immens gestiegen. Das macht uns große Sorgen", sagt Christina Ape. Die vielen Kühl- und Gefriergeräte benötigen rund um die Uhr Strom. Hinzu kommen die gestiegenen Dieselkosten für die Fahrzeuge. "Wir halten uns über Wasser, aber ich muss jeden Monat genau rechnen."

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 Deshalb wird auch im Alltag gespart. Wo immer möglich, verzichten die Helfer auf unnötige Beleuchtung oder andere Stromverbraucher. Finanziert wird die Tafel überwiegend durch Spenden. Hinzu kommen Fördermittel von Bund und Land, für die regelmäßig Anträge gestellt werden. Rund 35 Supermärkte aus Neumünster und dem Umland unterstützen die Einrichtung regelmäßig mit Lebensmitteln.

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Ein Wunsch: eine Papppresse
Einen Wunsch hat Christina Arpe dennoch: eine eigene Papppresse. Viele Lebensmittelspenden werden in großen Kartons angeliefert, die vorhandenen Mülltonnen reichen nicht aus. Deshalb fährt täglich ein Fahrzeug zur Entsorgung zum Recyclinghof am Wittorfer Feld. "Eine Papppresse würde uns helfen, Spritkosten zu sparen“, sagt sie. 

Die Tafel Neumünster ist montags, mittwochs, donnerstags und freitags jeweils zwischen sechs und zehn Stunden geöffnet. Seit dem 15. April 2025 engagiert sich die Tafel Neumünster außerdem in Großenaspe, dort findet die Ausgabe freitags für vier Stunden statt.

"Viele glauben, wir seien Mitarbeiter der Stadt oder des Jobcenters. Aber nein – wir arbeiten ehrenamtlich."
Christina Arpe
Leiterin Tafel Neumünster
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 Christina Arpe ist die einzige hauptamtliche Kraft der Tafel. Sie arbeitet täglich sechs Stunden in Teilzeit. Ihre Stelle wird durch die Deutsche Fernsehlotterie finanziert und ist dank einer großen Förderung bis 2029 gesichert.


bry


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