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Ambulante Hospiz-Dienst in Husum: Den Tagen mehr Leben geben

Engagiert (v.l.): Irmtraut Schwenk (Beisitzerin), Gisela Magnussen Schriftführerin, Peter Schwank (Schatzmeister), Renate Kay (1. Vorsitzende), Janine Peisker-Dietz (2. Vorsitzende), Marina Sanns (Beisitzerin). Fotos: Hospiz-Dienst

25 Jahre einfühlsame Begleitung für Menschen in schweren Lebensphasen und ihre Familien, mit Zukunftsplänen für ein Begegnungszentrum

Es geht nicht darum, dem Leben mehr Tage zu geben, sondern den Tagen mehr Leben.“ So steht es auf der Jubiläumsschrift des Ambulanten Hospiz-Dienst Husum und Umgebung e.V..

Diese Erkenntnis (Cicely Saunders) war für 16 engagierte Frauen und Männer der Anlass, vor 25 Jahren einen ambulanten Hospiz-Dienst in Husum zu gründen. Die Büro- und Beratungsräume befinden sich heute in der Süderstraße 10. Im September des kommenden Jahres soll es hierzu zahlreiche Jubiläumsveranstaltungen geben. 

„Von Anfang an war es das Ziel des Vereins, schwer erkrankte und sterbende Menschen und deren Angehörigen kompetent und mit Empathie und Diskretion zu begleiten“, so die Vorsitzende Renate Kay (klienes Foto). Hierzu besuchte die erste Hospiz-Gruppe Vorbereitungskurse und nahm an Fort- und Weiterbildungen teil.

Zu den ersten Angeboten gehörte unter anderem eine Trauergruppe sowie eine Kindertrauergruppe. Mit dem Projekt „Hospiz macht Schule“ werden die Jüngsten in der dritten oder vierten Grundschulklasse behutsam und einfühlsam mit den Themen Sterben, Tod und Trauer in Berührung eingeführt“, erklärt Anne Wüpping. Die Sozialpädagogin bietet insbesondere die Trauerarbeit für Erwachsene an. „An dieses besondere Projekt knüpft oftmals auch die Kindertrauerarbeit an“, fügt Karina Hagedorn hinzu. 

Zeit und hinhören sei das wertvollste, was man den Menschen geben könne. Im Mittelpunkt der Lebens- und Sterbebegleitung stünden die Bedürfnisse des schwerst erkrankten und sterbenden Menschen und der Angehörigen. Hierfür kommen die Begleiterinnen und Begleiter nicht nur nach Hause, sondern auch wenn gewünscht in die Klinik oder ins Heim.

Aber auch die Palliativpflege hat einen großen Stellenwert in dem umfangreichen Angebot. Hier arbeitet der Hospiz-Dienst eng mit dem Kreiskrankenhaus in Husum zusammen. Alle Begleitungsangebote finanzieren sich teilweise über die Krankenkassen oder durch andere Fördermöglichkeiten und Spenden. Unterstützung erfährt der Husumer Hospizdienst unter anderem durch den Kreis Nordfriesland. „Aber auch für die vielen Spenden durch Firmen, Privatpersonen oder Veranstaltungen sind wir sehr dankbar.“

Mit den Begleitangeboten stößt der Hospiz-Dienst in Husum oftmals an seine räumlichen Grenzen. „Wir haben einen Traum“, gestehen Wüpping und Hagedorn und schmunzeln dabei. „Ein Begegnungszentrum mitten in der Stadt mitmehr Gruppen- und Seminarräume, das wäre schon ein Träumchen.“
hjm

Spenden können eingezahlt werden unter VR Bank Westküste eG: IBAN: DE67217625500004191773. Weitere Informationen unter www.hospizdienst-husum.de

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