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Welcher Baum soll es sein?

Kauft man seinen Weihnachtsbaum direkt beim Erzeuger, kann man den Baum unter Umständen sogar selbst schlagen. Das ist ein Ereignis für die ganze Familie. Doch welche Baumsorte soll das Wohnzimmer in diesem Jahr schmücken? Foto: Florian Schuh/dpa

Überblick über die beliebtesten Weihnachtsbaumsorten mit ihren Vor- und Nachteilen

Weihnachten ohne Tannenbaum ist für viele Menschen undenkbar. Vor Heiligabend wird er liebevoll mit Kerzen, Kugeln, Lametta, Schokoladenfiguren und Lebkuchen dekoriert, rund um seinen Stamm werden die Geschenke platziert. Der geschmückte Baum bringt festliche Gemütlichkeit ins Wohnzimmer und zaubert Glanz in Kinderaugen. Aber welche Weihnachtsbaumarten sind am besten für das Fest geeignet? Bei der Vielzahl an angebotenen Baumarten fällt die Auswahl schwer. Hier ein Überblick über die beliebtesten Sorten mit ihren Vor- und Nachteilen:

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Die Nordmanntanne: Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) ist besonders beliebt, denn sie ist lange haltbar und nadelt im Vergleich wenig. Sie wächst gleichmäßig und ist dicht und buschig. Ihre dunkelgrünen Nadeln sind weich und stechen nicht, was nicht nur Kinder beim Schmücken zu schätzen wissen. Die kräftigen Zweige halten auch schwereren Schmuck. Die Nordmanntanne wächst langsam, was sie teurer macht als beispielsweise eine Blaufichte.

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Die Blaufichte: Die Blaufichte (Picea pungens) wird oft auch Stech-Fichte genannt. Mit ihren eleganten graugrünen, harten und spitzen Nadeln ist sie eine attraktive Wahl. Sie trägt schweren Schmuck gut und schützt durch ihre piksenden Nadeln den Baum vor kletterfreudigen Haustieren. Sie wächst gleichmäßig und hat starke Äste, die schweren Schmuck halten. Sie duftet nach Wald und eignet sich gut für echte Kerzen, verliert ihre Nadeln jedoch nach etwa zwei bis drei Wochen.

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Die Fichte: Die Fichte (Picea abies) ist eine günstige Baumart. Sie wächst buschig, jedoch nicht immer gleichmäßig und hat dünne Äste und dunkelgrüne, leicht stechende Nadeln. In warmen Räumen verliert sie schnell ihre Nadeln. Sie sollte erst kurz vor dem Fest gekauft werden, da sie früher nadelt als andere Bäume.

Die Rotfichte: Die Rotfichte (Picea rubens) ist die am häufigsten vorkommende Baumart in deutschen Wäldern und auch die günstigste Weihnachtsbaumart. Sie wächst unregelmäßig, hat kurze, stechende Nadeln und dünne Äste, die schwer zu schmücken sind. Sie verliert schnell ihre Nadeln. Auch sie sollte daher erst kurz vor Weihnachten geschlagen werden.

Die Edeltanne: Die Edeltanne (Abies procera / Abies nobilis) wächst kompakt und ein wenig unregelmäßig. Ihre dicken, duftenden Nadeln variieren farblich von grün bis blaugrün, sind weich und stechen nicht. An ihren Ästen lässt sich auch schwerer Schmuck gut anbringen.

Die Edeltanne bleibt lange haltbar und kann bis weit in den Januar stehen, ohne an Pracht zu verlieren. Ihr angenehmer Duft und die stabile Wuchsform machen sie beliebt. Preislich ist sie mit der Nordmanntanne vergleichbar.

Die Kiefer: Die Kiefer (Pinus sylvestris) hat einen ausgeprägten Duft und lange Haltbarkeit. Ihre Nadeln sind schön und sie hat einen ausgefallenen Wuchs. Sie ist weniger beliebt als die Nordmanntanne, da sie schwieriger zu schmücken ist.

Die Douglasie: Die Douglasie (Pseudotsuga menziesii) wurde im 18. Jahrhundert von Nordamerika nach Europa gebracht. Sie hat dünne, weiche Nadeln und biegsame Zweige, die nur leichten Schmuck halten. Sie bleibt etwa zwei bis drei Wochen haltbar und ist günstiger als die Blaufichte.

Die Colorado-Tanne: Die Colorado-Tanne (Abies concolor) hat lange, schmiegsame Nadeln mit einer silber-grauen Farbe und einen charakteristischen Zitrusduft. Sie ist selten im Handel und teuer.

Die Korea-Tanne: Die Korea-Tanne ist erst seit wenigen Jahren in Deutschland erhältlich und zeichnet sich durch hell- bis silbergrüne Nadeln aus. Sie hat eine lange Haltbarkeit und einen angenehmen Zitrusduft, ist jedoch im oberen Preissegment angesiedelt.

Fazit: Mit über 70 Prozent Marktanteil ist die Nordmanntanne der beliebteste Weihnachtsbaum in Deutschland. Sie besticht durch weiche, nicht stechende dunkelgrüne Nadeln und gute Haltbarkeit.

Edeltanne und Blaufichte bieten einen intensiveren Duft und eignen sich für echte Kerzen. Die günstigsten Bäume sind Fichte und Kiefer, die aufgrund ihrer kurzen Haltbarkeit erst kurz vor Weihnachten gekauft werden sollten. dpa/meinetanne.de/uh


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