
Wo sonst nur Mehl, Kaffee und andere Lebensmittel in historischen Verpackungen in den Regalen liegen, ziehen im Advent ganz andere Waren ein: Das Museum Eckernförde am Rathausmarkt dekoriert den großen Kaufmannsladen im alten Ratssaal um; in der Vorweihnachtszeit werden „Museumsschätzchen“ präsentiert, die sonst im Magazin schlummern.
Ganz frisch eingetroffen für den Tante-Emma-Laden sind zwei Kartons mit elektrischer Weihnachtsbeleuchtung für den Außenbereich von der Firma Osram, die nach Erkenntnis von Museumsleiterin Dr. Dorothee Bieske in den 60er Jahren ein Eckernförder Lederwarengeschäft geschmückt hat. „Die haben wir gerade erst bekommen“, freut sie sich über die Spende, die nun als weihnachtliche „Verkaufsware“ ausgelegt wird.
Schon länger im saisonalen Sortiment ist eine (leere) Pralinenschachtel aus den 20er oder 30er Jahren, eine Verpackung Brillant-Eislametta, eine Musterpackung Schokolade (um 1970) und eine (volle) Cola-Dose mit Weihnachtsmannmotiv von 1995. Sie sorgen für nostalgische Momente, ebenso wie der gläserne Baumschmuck aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Kurios wirken die kleinen Krippenfiguren aus Plastik, die in den 1950er Jahren in Margarineverpackungen angeboten wurden: Von Maria und Josef über das Jesuskind in der Krippe bis zum Dromedar ist alles dabei.
bsi
Wer in Erinnerungen schwelgen oder schauen will, wie die Weihnachtsdeko zu Großmutters Zeiten aussah, sollte dem Kaufmannsladen im Museum einen Besuch abstatten: Di. bis Fr. 14.30 bis 17 Uhr, Sa+So. 11 bis 17 Uhr, feiertags 14.30 bis 17 Uhr (geschlossen am 24., 25. und 31.12.).