Herr Schäfer, Herr Petersen, wie steuern Sie als Vorstand Ihre Bank in die digitale Zukunft?
Georg Schäfer: Indem wir eine gute Verbindung zwischen Tradition und Moderne schaffen. Wir erleben, dass trotz Digitalisierung und rasend schneller Entwicklung im Bereich KI die Beratung in unseren Filialen einen sehr wichtigen Stellenwert haben.
Karsten Petersen: Wir sind als Genossenschaftsbank unseren Mitgliedern und Kunden in der Region verpflichtet. Der persönliche Kontakt ist immer noch wichtig, und das spiegeln uns unsere Mitarbeiter und Kunden wider.
Das klingt wie ein Plädoyer für die Filialen?

Schäfer: Wir glauben an unsere Filialen, nicht zuletzt haben wir gerade in Fockbek eine umfangreiche Modernisierung vorgenommen. Aber wir glauben auch an den Mehrwert guter Online-Leistungen. Die Kunst ist, eine gute Kombination zu schaffen, denn auch die Services via Smartphone sowie die Video-Beratung stoßen auf eine hohe Nachfrage.
Was steht für Sie bei der Kl-Nutzung im Vordergrund?
Petersen: Die Chancen, die uns KI und Automationen bieten, insbesondere für Routinetätigkeiten, wollen wir gern für unsere Kunden nutzen. Der Schutz personenbezogener Daten und größtmögliche Sicherheit gehören natürlich dazu. Spannend bleibt die Frage, wie gut es dem Gesetzgeber gelingt, hier mit Augenmaß einen Rahmen zu schaffen, diese beiden Perspektiven miteinander zu verbinden., damit Europa den Anschluss an die Welt nicht verliert.

Kreditwesen statt Modebranche
Silvia Klein (48) aus Fockbek war 25 Jahre in einem Bekleidungshandel tätig, zuletzt als stellvertretende Filialleiterin. Als das Geschäft in der Corona-Zeit aufgeben musste, bewarb sie sich bei der VR-Bank nach einer Empfehlung ihrer Kundenberaterin: „Hier in der VR Bank war der Einstieg aber ganz leicht für mich: Alle Kolleginnen und Kollegen waren und sind total hilfsbereit. Und so hat sich der Umstieg leicht angefühlt. Das Team hier in der Kreditsachbearbeitung mag ich sehr gern. Ich komme gern in die Bank.“ Silvia Klein absolviert eine Ausbildung zur Kreditsachbearbeiterin.

Experten-Wissen aus dem Notariat
Jutta Baltz (60) aus Bokel hat vier Jahrzehnte in einer Notarund Rechtsanwaltskanzlei gearbeitet. Als der Notar in den Ruhestand ging, suchte sie einen neuen Job. Ihre Tochter und gleichzeitig VR-Bank-Mitarbeiterin, riet ihr, sich zu bewerben. Dass ich einmal durch meine Tochter bei der VR Bank arbeiten würde, hätte ich nie gedacht. Mein Fachwissen aus dem Notariat hilft mir jetzt sehr, denn der Umgang mit Grundbüchern ist für mich auch jetzt noch Alltag in der Kreditsachbearbeitung. Ich finde es toll, dass meine Expertise nun hier zum Einsatz kommt.“