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Vorhang auf für das Ausdauer-Spektakel!

OstseeMan-Trio: die Geschäftsführer Mirko Gröschner (v.l.) und Sven Christensen mit „Gründervater“ Reinhard Husen. Foto: Staudt

1660 Athleten aus 26 Nationen stellen sich der besonderen Herausforderung beim OstseeMan-Triathlon in Glücksburg

Die gute Nachricht gab es schon im vergangenen Jahr, genauer gesagt am 1. Dezember 2025. Da vermeldeten die Macher des OstseeMan-Triathlons stolz: „Wir sind ausgebucht.“ 1660 Sportler nehmen am Sonntag am großen Ausdauer-Spektakel teil - mehr geht nicht. 

„Wachsen können wir nicht mehr“, sagt Mirko Gröschner, einer der beiden Geschäftsführer der OstseeMan GmbH. Sein Kollege Sven Christensen freut sich: „Das ist sensationell. Ein Novum, dass wir so früh ausgebucht waren. Das gibt uns als Veranstalter große Sicherheit.“

Der Platz ist begrenzt, die Wartelisten lang. 260 Ausdauer-Experten nehmen als Einzelstarter die Königsdisziplin, die Langdistanz (3,8 km Schwimmen im offenen Meer, 180 km auf dem Rad und zum Abschluss ein Marathon über 42,195 km) in Angriff, dazu kommen 50 Staffeln, die sich die Disziplinen teilen. 

Besonders groß ist der Andrang auf die Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen, 90 km auf dem Rad, Halbmarathon über 21,1 km). Es gibt allein 800 Einzelstarter und 150 Staffeln. Die Schleswig-Holsteinische Triathlon-Union (SHTU) kürt am Sonntag auf der Mitteldistanz ihre Landesmeister. 

Der Etat für die sportliche Großveranstaltung ganz im Norden Deutschlands beläuft sich laut Christensen auf einen „mittleren sechsstelligen Betrag“ und ist im Vergleich zum Vorjahr konstant geblieben. Der Geschäftsführer stellt fest: „Wir haben eine gesunde Familie von Sponsoren.“

Wetter: Sonnig, 22 Grad und ein paar Wolken

in Die Wetteraussichten für das Sportwochenende Glücksburg könnten besser nicht sein. Nach der „Regenschlacht“ 2025 werden diesmal angenehme Temperaturen von etwa 22 Grad Celsius und ein Mix aus Sonne und Wolken erwartet. Die Athleten wird es ebenso freuen wie die Zuschauer an der Strecke und im Zielkanal am Kurstrand. 

Woran liegt es, dass sich ein Event wie der OstseeMan nach wie vor großer Beliebtheit erfreut? „Extremsport trendet“, hat Mirko Gröschner beobachtet. Es gäbe aktuell einen Trend zu besonderen sportlichen Herausforderungen, davon würde auch der OstseeMan profitieren. Sein Fazit: „Es sind glorreiche Tage für den Outdoorsport.“

Ein Grund ist sicherlich, dass die Atmosphäre trotz der Größe des Ereignisses familiär ist. Knapp 500 Helfer sorgen sich um das Wohl der Athleten, die teilweise weite Wege auf sich nehmen, um einmal das nordische Flair hautnah mitzuerleben. Die Teilnehmer kommen aus 26 Nationen, darunter Argentinien, Kolumbien und Venezuela. 

Beliebt ist der OstseeMan aber auch bei den Sportlern aus der Region, die allein oder in einer der Staffeln starten und sich der besonderen Unterstützung von Freunden, Familie und Verwandten sicher sein können. Die Momente, in denen erschöpfte Athleten die letzten Meter absolvieren und dann glücklich ihren Lieben in die Arme fallen, zählen zu den emotionalsten.

Harbig jagt den OstseeMan-Hattrick

Während die Sportler sich noch am Sonntag wieder auf die Heimreise machen und die Helfer den Abbau schultern, ist die Arbeit für das Team um Christensen und Gröschner noch lange nicht beendet. Nach dem spektakulären Feuerwerk, das traditionell den Sonntag abschließt, stehen bis in die Nacht hinein noch Arbeiten an. „Und am Montag um 8 Uhr ist das Frühstück mit den Sponsoren“, sagt Christensen.

Unternehmen aus der Region

Welche Schlagzeilen würden die beiden „Ostseemänner“ denn am liebsten nach den Wettkämpfen lesen? Christensen hätte gerne die Worte „Hochgenuss“ und „ein Haufen zufriedener Leute“ drin. Gröschner wird konkreter: „Tausende feiern in Glücksburg den Hattrick-Sieger Harbig.“ 

Florian Harbig, 37-jähriger Triathlet aus Rostock, könnte in Glücksburg seinen dritten Langdistanz-Triumph in Folge feiern. 2024 benötigte er 8:55,08 Stunden, 2025 war er fast 22 Minuten schneller (8:33,21). Gelingt ihm der dritte Sieg, wäre er nach Till Schramm (2015-2017) und Christian Nitschke (2010-2014) der dritte Athlet, dem ein Hattrick gelingt. Doch Harbig will nicht nur gewinnen. Er möchte eine Zeit unter 8:30 Stunden erreichen. Den Streckenrekord hält Timo Schaffeld, der 2023 in 8:11:32 Stunden finishte. 

Vorjahressiegerin Rike Kubillus ist nicht am Start, auch Mitteldistanz-Champions die Jenny Jendryschik (Flensburg) und Markus Liebelt fehlen.

Ulrich Schröder


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