Seit 1995 findet in Viöl der beliebte vorweihnachtliche Basar statt und zieht Jahr für Jahr zahllose Gäste und Besucher in ihren Bann. Ort des Geschehens ist die Turnhalle, die nach dem zweiten Bürgermeister der Gemeinde Viöl Erich Wobser benannt ist.
Unter dem Motto „kommen kieken wohlföhln“ werden auch in diesem Jahr am 10. November über 60 Aussteller in der Halle und nochmals mehr als 10 Aussteller vor der Halle von 10 Uhr bis 17 Uhr ihre vielfältigen Produkte und Handwerkskunst präsentieren.

Und auch in diesem Jahr erwartet die Organisatorin Marga Erichsen zusammen mit ihrem Team vom Viöler Handel- und Gewerbeverein (HGV) über 1000 Besucher aus Nah und Fern. Vieles hat sich in den vergangenen Jahren verändert. Hatten sich vor Jahren über 80 Aussteller in der Halle eingefunden, so wurde mittlerweile die Anzahl der Anbieter auf etwa 60 begrenzt. „Dadurch konnten wir breitere Gänge und eine Ruhebereich rund um den großen Tannenbaum einrichten“, erläuterte Erichsen. Im vergangenen Jahr sei dies bei den Besuchern sehr gut angekommen. An dem reichhaltigen Angebot der Aussteller habe sich dadurch nichts verändert, betont die Organisatorin, die von Anfang an das Heft in der Hand hat.
Mitten in der Basarhalle thront der über vier Meter hohe und bunt geschmückte Weihnachtsbaum. Seit Jahren wird die prächtige Tanne und die vielen kleinen Tannenbäume von Manfred Eggert aus Immenstedt gesponsert.
Viele Aussteller gehören inzwischen zum Inventar des vorweihnachtlichen Basars. Da ist zum Beispiel Thorsten Nielsen, der mit seiner außergewöhnlichen Handwerkskunst wieder für Erstaunen und große Augen bei den kleinen und großen Besuchern sorgen wird. Ware, die auf hoher See über Bord gegangen ist oder gedankenlos auf See weggeworfen wurde, sammelt der gelernte Landmaschinenschlosser mit seinem geschulten Auge auf und kreiert daraus ein neues Kunstwerk. Ein Bandscheibenvorfall brachte ihn auf diese außergewöhnliche Idee. Mir wurde vom Arzt empfohlen, viel zu laufen.“ Und da er nur zwei Gehminuten vom Deich entfernt wohnt, verlief sein täglicher Spaziergang entlang der Küste, wo er immer wieder auf Strandgut stieß. So manches Strandgut erfährt damit einen neuen Sinn und löst bei vielen Begeisterung aus.
Mit seinen selbst gebauten Weihnachtskrippen sorgt Detlef Petersen aus Tarp für eine Hingucker. Jede einzelne Krippe ist ein Unikat und wertet das Weihnachtszimmer garantiert auf. Zugesagt hat auch ein Imker aus Bünsdorf, der schon seit vielen Jahren die von Bienen produzierte Gaumenfreude anbietet. Mit einem Stand ist auch der Plattdeutsche Verein vertreten und bietet selbst gebastelte Artikel an.
Zum festen Bestandteil des Basars gehört vom ersten Jahr an der Husumer Lionsclub mit seinem Adventskalender. Auch das Viöler Archiv ist vertreten und bietet rechtzeitig zum Jahreswechsel den beliebten Viöler Kalender 2025 an.
Viele Besucher warten sicherlich auf die traditionelle Tombola. Wer mehrere Lose kauft, für den vergrößert sich die Chance, einen oder mehrere der über 250 wertvollen Sofortgewinne zu ergattern. Hauptgewinn ist ein Gutschein vom Reisebüro Grunert. Die attraktiven Preise wurden zum großen Teil von den Mitgliedern des HGV gestiftet. Die Tombolaeinnahmen kommen wie schon in vergangenen Jahren dem einem guten Zweck zu Gute.
Zu den vielen kunstvoll hergerichteten Angeboten gehört unter anderem auch selbst gestrickte Ware, Schmuck in allen erdenklichen Variationen, Weihnachtsdekorationen und skandinavische Weihnachtsartikel.
Vor der Halle steht wie immer der Zuckerwagen. Aber auch Futjes, Bradwurst und Glühwein wird hier angeboten. Wer in aller Frühe den vorweihnachtlichen Basar aufsuchen möchte, hat die Möglichkeit, in der angrenzenden Mensa den Tag mit einem Frühstück zu beginnen. Hier wird auch ein Mittagessen und Cafe und Kuchen angeboten.
hjm