Die erste Widrigkeit, die Zeit- und Kostenpläne schon gleich nach dem ersten Spatenstich ins Wanken brachte, hatte jedoch nichts mit der Pandemie zu tun. „Bei den Erdarbeiten wurden Reste vom alten Raiffeisenturm gefunden – und da stand hier dann erstmal alles still“, berichtet Landt. Das ursprüngliche Bodengutachten war damit obsolet geworden und musste durch neue Untersuchungen aktualisiert werden.
Als die Bauarbeiten dann so richtig starten sollten, erreichte die Corona-Krise der Baubranche auch die Baustelle in Innien. „Wir hatten teilweise Schwierigkeiten, überhaupt Firmenangebote zu unseren Ausschreibungen zu bekommen, und wenn doch, dann nur mit extrem langen Lieferzeiten, da die aufgeforderten Handwerker oftmals keine verbindlichen Angaben ihrer Vorlieferanten erhalten konnten“, erzählt Landt, der sich auch ein wenig wundert über die „extreme Beschaffungsknappheit in allen Baubereichen“: „Es kann doch nicht angehen, dass die Lieferketten wegen der Pandemie und weil irgendwo ein Schiff in einem Kanal quersteht, so dermaßen zum Erliegen kommen.“
„Bauen bringt im Moment einfach keinen Spaß!“
Stefan Landt, Amtsdirektor
Sein Unmut über die vielen Verzögerungen solle aber keinesfalls eine „Firmenschelte“ sein, betont der Amtsdirektor: „Die durchweg extrem bemühten Betriebe sitzen ja alle in demselben angeschlagenen Boot wie wir.“
Derzeit werden auf der Bürgerbüro-Baustelle die Fenster und Türen eingesetzt. Als nächstes stehen Elektro-, Heizungs- und Sanitärarbeiten an, bevor mit dem Estrich und dem anschließenden Fliesenlegen begonnen werden kann. „Die Möbel haben wir jetzt auch schon bestellt“, teilt Landt mit.
In dem neuen Gebäude will das Amt Mittelholstein vier Büroräume für insgesamt sechs Arbeitsplätze schaffen. Die Gemeindewerke Hohenwestedt und Aukrug werden in dem Neubau ein Kundencenter betreiben. Aukrugs Bürgermeister Jochen Rehder erhält ein neues Dienstzimmer, das er sich allerdings mit Gemeindewerke-Chef Kay Fischer teilen muss.
Ein neues Trauzimmer wird ebenfalls eingerichtet. „Dieses wunderbare neue Gebäude an einer so attraktiven Stelle im Ortszentrum ist ein klares Bekenntnis zum Verwaltungsstandort Aukrug“, sagt Landt.
Nach all den unkalkulierbaren Widrigkeiten des bisherigen Bauverlaufs will der Amtsdirektor aktuell keine Einweihungstermin- und Kostenprognosen abgeben. Eine Eröffnung irgendwann im Sommer 2022 wird nun angepeilt. Klar ist, dass man mit der einen Million Euro, die vorab als Kostenrahmen definiert wurde, nicht auskommen wird.
Für die Bürger haben die mehrmonatigen Verzögerungen auf der Baustelle keine negativen Auswirkungen. Bis zur Einweihung des Neubaus können die Aukruger alle ihre Behördengänge wie gewohnt im Bürgerbüro im alten Verwaltungsgebäude in der Bargfelder Straße in Innien erledigen. Hans-Jürgen Kühl
Theaterfahrt des DRK
HOHENWESTEDT Der DRK-Ortsverein Hohenwestedt veranstaltet am Sonntag, 27. März, eine Theaterfahrt. Ziel des Ausflugs ist eine Musical-Gala des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters in Itzehoe. Die Fahrt ist für Mitglieder und auch für Nichtmitglieder buchbar zu einem Preis von 25 Euro pro Person. Alle Teilnehmer müssen vollständig geimpft oder genesen sein.
Anmelden kann man sich bei Eike Scheinpflug unter Telefon 04871/8331 oder beim DRK-Ortsvereinsvorsitzenden Hellmuth Allais unter 04871/1066. Anmeldeschluss ist am 20. März. khl
Vortrag in der Fachschule
HANERAU-HADEMARSCHEN Die Schleswig-Holsteinische Universitätsgesellschaft lädt am Mittwoch, 16. Februar (20 Uhr), zu einem Vortragsabend in die „Fachschule für Hauswirtschaft im ländlichen Raum“ ein. Zu Gast ist Prof. Dr. Wolfgang J. Duschl von der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Das Vortragsthema des Professors lautet: „Weltraumfahrt ist wie Autofahren ... nur ganz anders.“
Für die Zuhörer gilt die 3 G-Regelung. Außerdem muss im Vortragssaal eine Schutzmaske getragen werden. khl