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Fusion der Kreishandwerkerschaften Nordfriesland: Aus Zwei mach Eins

Stephan Tack (l.) und Lutz Martensen arbeiten jetzt gleichberechtigt zusammen. Foto: Pusch

Die Vertretung der Interessen für die Mitgliedsfirmen ist eine wichtige Aufgabe in den Augen der Geschäftsführer

In der Kreishandwerkerschaft können die Betriebe freiwillig Mitglied werden. Der Mitgliedsbeitrag setzt sich aus einem Grundbetrag und einer aus den Lohnsummen errechneten Zusatzsumme zusammen. Der Organisationsgrad in Nordfriesland liegt nach Aussage der Geschäftsführer bei etwa einem Drittel der möglichen Betriebe.

Diese profitieren durch ihren Beitritt von einer umfassenden Beratung und einem Informationsvorteil durch das von der Kreishandwerkerschaft erstellte Material in Broschüren und im Netz. „Außerdem erhalten die Mitgliedsfirmen eine Rechtssicherheit, weil wir fundierte Informationen garantieren“, so Lutz Martensen, einer der beiden Geschäftsführer. Das vermittelte Grundwissen und die Unterstützung bedeuten für die Firmeninhaber dann auch noch eine Zeitersparnis. Für die Kreishandwerkerschaften gilt grundsätzlich die Regel „eine pro Kreis“. Durch die Kreisgebietsreform 1970 und 1974 wurden mehrere Kreise zusammengelegt.

Dazu gehört neben Dithmarschen, Schleswig-Flensburg und im weiteren auch Nordfriesland. Nach der Reform blieben in Nordfriesland beide Kreishandwerkerschaften (Nord und Süd) mit Sitz in Niebüll und Husum bestehen. Erste Gespräche zu einer Zusammenlegung gab es schon 2011. Lutz Martensen und sein Pendant im Norden, Stephan Tack, sind sich einig, dass der Impuls unter anderem von Martensen ausging, der sieben Jahre als Sachbearbeiter in Niebüll tägig gewesen war. Was lange währt, wird also endlich gut: Zum 29. November 2023 wurde letztlich die Zusammenlegung der beiden Kreishandwerkerschaften beschlossen. In der Satzung wurde festgelegt, dass beide Standorte beibehalten werden. Das bisherige Personal bleibt erhalten, und es wird grundsätzlich eine engere Zusammenarbeit geben. „Bisher wurden viele Termine doppelt wahrgenommen – in Süd und Nord“, erklären die beiden Geschäftsführer Tack und Martensen. Das war teilweise ein höherer Zeitaufwand und führte oft zu doppelten Aufwendungen bei den Fahrtkosten. Die Geschäftsführer versprechen sich durch die Zusammenlegung unter anderem auch ein besseres Standing in der Öffentlichkeit. „Man wird eher gehört, wenn mehr Mitglieder hinter einem stehen“, sind sie sich einig.

Vertretung der Interessen der Mitgliedsfirmen

Die Vertretung der Interessen für die Mitgliedsfirmen ist eine wichtige Aufgabe in den Augen der Geschäftsführer. Gespräche mit der Politik und Verwaltung, aber auch mit den Landesverbänden nehmen einen großen Raum der Arbeit ein.

Dass bei diesen Gesprächen gut 700 Betriebe und eine entsprechend große Anzahl an Arbeitsplätzen hinter ihnen stehen, stärkt so manche Verhandlungsposition. Außer der Öffentlichkeitsarbeit und der eingehenden Beratung der Mitglieder sind natürlich auch Verwaltungsaufgaben zu erfüllen. Auch dabei gibt es Synergieeffekte durch die Zusammenlegung. Die Kreishandwerkerschaft führt zudem die überbetriebliche Ausbildung durch. Hier gibt es eine enge Zusammenarbeit mit den Beruflichen Schulen in Niebüll und Husum. Viel Arbeit, die sich durch die Zusammenlegung aber teilweise leichter schultern lässt.


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Die Innung ist eine starke Gemeinschaft. Durch eine Mitgliedschaft in der Kreishandwerkerschaft vor Ort und durch den Fachverband auf Landesebene profitieren Innungsfachbetriebe doppelt. Zu den umfangreichen Vorteilen gehören die Beratung und Betreuung, Aus- und Weiterbildung sowie verschiedene Veranstaltungen. Das Antragsformular findet sich auf www.handwerknordfriesland.de oder einfach dem unten stehenden QR-Code folgen.

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