Die umfangreichen Bauarbeiten in der Kieler Straße beschäftigen derzeit nicht nur Anwohner und Verkehrsteilnehmer, sondern auch die ansässigen Geschäftsleute. Trotz Einschränkungen zeigen sich viele von ihnen jedoch zuversichtlich – auch wenn die wirtschaftlichen Auswirkungen bereits spürbar sind.
„Wir freuen uns, dass der nördliche Teilabschnitt bis zum Birkenweg inzwischen fertiggestellt ist und aus unserer Sicht sehr gelungen erscheint“, sagt Detlef Möllgaard vom gleichnamigen Meierhof. Während der bisherigen Bauphase seien sowohl Kunden als auch Lieferfahrzeuge jederzeit an die Geschäfte gelangt – wenn auch teilweise über innerörtliche Umleitungen.

Lob gibt es dabei insbesondere für die Bauleitung. Diese bemühe sich nach Angaben der Geschäftsinhaber darum, Wohnungen und Geschäfte möglichst erreichbar zu halten. Teilweise werde die Zufahrt sogar direkt über die Baustelle ermöglicht, sofern dort gerade nicht gearbeitet werde.
Viele Stammkunden der Geschäfte in der Kieler Straße, so betont Möllgaard, hätten sich inzwischen auf die wechselnden Verkehrsführungen eingestellt.
Schwierige Situation für auswärtige Kunden
Schwieriger sei die Situation hingegen für auswärtige Kunden. „Die richtige und aktuelle Anfahrt ist für viele Ortsfremde oft nicht leicht zu erkennen“, berichten die in der Kieler Straße ansässigen Gewerbetreibenden. Gemeinsam mit benachbarten Unternehmen arbeite man deshalb an einer besseren Beschilderung – auch außerhalb Hohenlockstedts. „Dennoch bleiben die Folgen der Baustelle nicht aus“, wie Möllgaard offen zugibt. Seit Jahresbeginn sei der Umsatz um etwa 20 bis 25 Prozent zurückgegangen. Wie groß der Anteil der allgemeinen Kaufzurückhaltung oder des winterlichen Wetters daran sei, lasse sich allerdings nur schwer einschätzen.
Trotzdem blicken die Geschäftsleute optimistisch nach vorne. „Anfangs muss es etwas schlechter werden, bevor es dann deutlich besser wird“, lautet das allgemeine Fazit. Mit dem Fortschritt der Bauarbeiten verbinde sich die Hoffnung, dass die Kieler Straße nach Abschluss der Maßnahmen nicht nur moderner, sondern auch attraktiver für Kunden und Besucher werde.
Kristina Mehlert