
Auch vor dem Winter macht der Krieg nicht Halt. Während wir die Weihnachtszeit einläuten, geht die Zerstörung in der Ukraine weiter und macht zusammen mit den Gegebenheiten der kalten Jahreszeit das Leben und Überleben in der Ukraine nur umso schwieriger und zwingt immer mehr Menschen ihre Heimat zu verlassen.
Bereits im Frühjahr organisierte das Flensburger Tageblatt zusammen mit dessen Anzeigenkunden eine Spendenaktion. Zum Fest der Liebe wird diese Aktion nun mit dieser Weihnachtsspendenseite wiederholt. Der Gesamterlös dieser Anzeige geht zu Gunsten der Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. Entstanden ist die Flüchtlingshilfe Flensburg in 2015, im Rahmen der syrischen Flüchtlingskrise, und dient seitdem als die Anlaufstelle für Flüchtlinge und Menschen mit Migrationshintergrund in Flensburg. Sie versorgt Flüchtlinge mit den nötigsten Dingen, wenn diese noch keine Mittel beziehen können, und begleitet die Menschen durch den bürokratischen Apparat.
Eine Notunterkunft, in der auch die Flüchtlingshilfe präsent ist, ist aktuell noch die Fördehalle und beherbergt zahlreiche ukrainische Flüchtlinge. Die Mitarbeiter zeigen hier vollen Einsatz und genießen ein großes Vertrauen. „Man kann diese Arbeit nicht als bloßen Job machen. Man muss schon mit Herz dabei sein und es wirklich fühlen," so Beate Hemsen, die sich vor Ort um die Flüchtlinge kümmert. Die Notunterkunft soll zeitnahe in das Stadion umziehen.
Die Flüchtlingshilfe ist auch ein wichtiger Ansprechpartner für die Behörden. Sie agiert als Vermittler und Dolmetscher und wird so zu einem Knotenpunkt des gesamten Geschehens. Darüber hinaus ist das eigentliche Ziel der Flüchtlingshilfe Flensburg die Flüchtlinge in die Selbstständigkeit zu begleiten. Zu diesem Zwecke bietet sie sich als Plattform für bildende Projekte, bei denen vor allem durch die Unterstützung von Freiwilligen u.a. Sprachkurse angeboten werden. Auch ehemalige Flüchtlinge zeigen hier Einsatz, um die Hilfe, die ihnen einst erfahren ist, auch anderen zukommen zu lassen. ,,Eine für uns besonders erfreuliche Erfahrung“ sagt Dyke Spura. Ferner hilft die Flüchtlingshilfe Menschen dabei sich hier Netzwerke und eine neue unabhägige Existenz aufbauen zu können.
Die Flüchtlingshilfe erhält Unterstützung von Stadt und Land, finanziert sich aber vor allem über Spenden. ,,Eigentlich brauchen wir vor allem immer Zeit und Geld" erzählt Vorsitzender Johannes Ahrens. So werden zusätzlich zur monetären Unterstützung auch immer tatkräftige Hände gesucht, die mit ihrer Zeit und ihrem Einsatz Flüchtlingen helfen.
Durch die fortwährende Zerstörung der ukrainischen Infrastruktur und die nochmal erschwerten Bedingungen im Winter werden weitere Flüchtlingswellen erwartet. Es kehren auch vermehrt Flüchtlinge zurück, um Angehörige aus der Ukraine zu holen. Somit sucht die Flüchtlingshilfe Flensburg e.V. vor allem in den kommenden Monaten verstärkt Unterstützung in jeglicher Form. pw