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Uetersener Tafel verzeichnet Explosionsartigen Anstieg der Nachfrage

Der Vorsitzende Magnus Magnussen hat einen „explosionsartigen Anstieg“ bei der Uetersener Tafel festgestellt. Foto: Bastian Fröhlig

Das Unternehmen verzeichnet einen explosiven Anstieg der Nachfrage und versorgt derzeit 115 Haushalte pro Woche. Helfen Sie mit – Spenden sind besonders für haltbare Lebensmittel dringend notwendig

Rund 80 bis 90 Haushalte mit durchschnittlich drei Personen versorgt die Uetersener Tafel pro Woche. Eigentlich. Denn seit Anfang Februar verzeichnen der Vorsitzende Magnus Magnussen und das 72-köpfige Ehrenamtsteam einen „explosionsartigen Anstieg“. Rund 115 Haushalte, also rund 350 Personen, werde versorgt. „Die Gesamtzahl der registrierten Kunden hat sich nicht verändert. Das kann nur bedeuten, dass die Leute nicht mehr mit ihrem Geld auskommen“, deutet Magnussen die Zahlen.

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Aktuell gibt es einen „formalen Aufnahmestopp“. „Die magische Grenzue sind es 1000 Kunden“, berichtet Magnussen. Aktuell sind 928 Kunden aus 340 Haushalten - davon 446 Kinder. „Mich schockiert, dass es so viele Kinder sind“, betont Magnussen. Wer sich neu registrieren will, kommt auf die Warteliste. Derzeit dauere es etwa fünf bis acht Wochen, bis Neukunden eingeladen werden, um sich zu registrieren und die Unterlagen zu prüfen. Regelmäßig werde geprüft, wer das Angebot nutze. Wer lange nicht zur Ausgabe kam, wird irgendwann aus dem Bestand entfernt. Manchmal nicht einfach wie Magnussen betont: „Es ist schade, dass sich niemand bei uns abmeldet, wenn es keine Notwendigkeit oder Bedarf mehr gibt.‘ 

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„In Uetersen sind wir einigermaßen gut versorgt“, sagt Magnussen. Das liege vor allem an der hohen Supermarkt-Dichte in Uetersen und Tornesch. „Alle Einzelhändler beteiligen sich an der Tafelarbeit“, berichtet Magnussen. Die Ausgaben finden mittwochs und freitags von 14.30 bis 17 Uhr im ehemaligen Schulgebäude im Finkenbrook 1 in Uetersen statt. Dann haben die Ehrenamtlichen die Waren bereits gesichtet und vorsortiert. „Da gilt der Grundsatz: sehen, riechen, schmecken. Was nicht mehr gut ist, entsorgen wir“, sagt Magnussen. Mangelware seien lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln, Reis, Mehl oder Konserven. „Da freuen wir uns immer über Spenden.“

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Neurentner, Sorge bereitet Magnussen die Altersstruktur im Verein. „Die Aktiven sind im Schnitt 74 Jahre. Wir haben viele Menschen in den 80ern dabei. Daher freuen wir uns über Frührentner, aber auch Berufstätige“, sagt der Vorsitzende der Uetersener Tafel, der selbst seit einem Jahr im Ruhestand ist, aber auch davor neun Jahre ehrenamtlich aktiv war. Er ist überzeugt: „Ehrenamt kann jeder. Es gibt für jeden Menschen ein Ehrenamt und eine passende Aufgabe. Selbst wenn jemand nur eine Stunde pro Woche helfen kann oder nur alle drei Wochen, hilft uns das weiter“, betont Magnussen. Eigentlich wäre er froh, wenn er keine Ehrenamtlichen mehr suchen müsste: „An sich ist es eine Schande, dass ein so reiches Land wie Deutschland Tafeln braucht. Es wäre schön, wenn wir uns überflüssig machen würden. Aber solange machen wir weiter und helfen den bedürftigen Menschen in Uetersen, Tornesch und Umgebung.“

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Hilfe für die Tafel Uetersen

Die Uetersener Tafel wurde 2006 gegründet und feiert im kommenden Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Ziel ist es, Lebensmittel zu retten. „Dass wir Lebensmittel an Bedürftige ausgeben, ist aus der Not entstanden“, betont der Vorsitzende Magnus Magnussen. Dabei werden keine Lebensmittel eingekauft. Dennoch entstehen Kosten. Rund 35.000 Euro benötigt die Tafel zur Deckung der Kosten - vom Betanken und Pflege der Fahrzeuge bis zu Entsorgungskosten. Wichtig seien auch freiwillige Helfer, die das Team unterstützen. Weitere Informationen über die Arbeit der Tafel Uetersen gibt es online.

www.tafel-uetersen.de

Die Bankverbindung lautet:
Uetersener Tafel e.V.
Sparkasse Südholstein
IBAN: DE49 2305 1030 0015 0705 84
BIC: NOLADE21SHO


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