In seinem Hauptberuf als Lehrer der Hamburger Grund- und Gesamtschule Alter Teichweg arbeitet Hamed Attarbashi naturgemäß vornehmlich mit jungen Menschen. Etwas, aber größtenteils nicht viel älter als seine Schüler sind die Spieler, die er als Trainer des SC Rist Wedel unter seinen Fittichen hat: In der Saison 2023/2024 hatten die Wedeler den niedrigsten Altersschnitt in der 2. Bundesliga ProB. Und der Weg „„Jugend forsch(t)“ wird am Steinberg, bei den Herren wie bei den Damen, „ganz bewusst fortgesetzt“, betonte Andrea Koschek, Vorsitzende des SC Rist.
Am Samstag, 28. September, starten die Wedeler Männer in die neue ProB-Spielzeit: Um 19 Uhr empfangen sie in der Steinberghalle die Berlin Braves 2000. „Natürlich sind wir voller Vorfreude – es kribbelt schon“, so Attarbashi, der mit seinen Schützlingen eine gelungene Generalprobe hinlegte. Am vorletzten Sonntag wurde das letzte Testspiel der Saisonvorbereitung gegen den Landes- und Liga-Rivalen Itzehoe Eagles mit 91:74 (38:36, 71:71) nach Verlängerung gewonnen. „Auch, wenn es nur ein Test war, hat dieser Sieg knapp zwei Wochen vor dem ersten Punktspiel natürlich für ein gutes Gefühl gesorgt“, sagte Attarbashi, der hinzufügte: „Vor allem hat es mich für unsere Fans gefreut, die uns wieder einmal überragend unterstützt haben, dass wir gewonnen haben.“
Klassenerhalt ist das vordringliche Ziel
Nach der Zielsetzung für die neue Serie befragt, entgegnete der Trainer: „Wir gehen so, wie in die letzte Spielzeit, mit dem vordringlichen Ziel, dass wir nichts mit dem Abstieg zu tun haben wollen.“ Seine Co-Trainerin Constanze Wegner und er würden, ergänzte der erfahrene Übungsleiter, „auf keinen Fall in die Situation kommen wollen, zwei oder drei Spieltage vor Schluss noch nach unten schauen und rechnen zu müssen“. Natürlich würden sie wieder auf eine gute Entwicklung hoffen“, ergänzte Attarbashi: „Und je mehr Siege wir holen, desto besser.“
In der Hauptrunde der Vorsaison hatten die Wedeler als ProB-Mannschaft mit dem niedrigsten Altersschnitt 17mal gewonnen und nur neunmal verloren; in den Play-Offs kam das Aus im Viertelfinale gegen die RheinStars Köln. Ob nun die erneute Play-Off-Qualifikation gelingt?
Bei der Frage, wer für ihn die Titel- und Aufstiegsfavoriten in der Nord-Staffel der 2. Bundesliga ProB seien, nannte Attarbashi als Erstes seinen Ex-Klub: „Die Paderborn Baskets sind und bleiben ein sehr gut geführter ProA-Verein, der schnell den Wiederaufstieg schaffen will und wird.“ Zudem hat der Coach die Bayer Giants Leverkusen auf dem Zettel: „Von ihrer Historie her gehören sie sowieso in eine höhere Spielklasse - und sie haben auch einen gut zusammengestellten Kader“, lobte der 47-Jährige.„Gespannt“ ist Attarbashi auf den SSV Lokomotive Bernau, der seine seit 2016 bestehende Kooperation mit dem Bundesligisten ALBA Berlin fortsetzt.
Zur Perspektive der Rister, die ihrerseits weiter eng mit Erstligist Hamburg Towers zusammenarbeiten, sagte Attarbashi abschließend: „Wir wollen unsere jungen Spieler weiterentwickeln, erfrischenden Basketball spielen und unseren Fans etwas bieten.“