Das hat mich sicherlich geprägt, und dort war neben handwerklichem Können natürlich immer auch Kreativität gefragt“, resümiert er.
Der Wunsch nach Selbständigkeit wuchs
Bevor er seinen eigenen Betrieb gründete, arbeitete Petersen noch ein einige Jahre bei einer anderen Husumer Tischlerei, sammelte als Werkstattmeister vielseitige Erfahrungen. Mit den Aufgaben wuchs aber auch der Wunsch nach Selbständigkeit. Und vor nunmehr zehn Jahren war es dann soweit. Gemeinsam mit seiner Frau Catrin gründete er die Bau- und Möbeltischlerei MMP (das erste „M“ steht für Meister)
Die ersten drei Jahre hatte der Betrieb seinen Sitz in Soltbargen, 2016 erfolgte dann der Umzug in die Robert-Koch-Straße 42, wo nun auch Geburtstag gefeiert wird.
Keine einfachen Jahre waren das – gerade auch die letzten nicht, berichtet das Paar beim Ortstermin im Gewerbegebiet Ost und nennt Stichworte, die spätestens seit 2020 fest zu unser aller Wortschatz gehören: Corona, Inflation, Fachkräftemangel, Preisexplosionen (nicht nur auf dem Energiesektor), Ukraine-Krieg. „Das alles hat uns sehr beschäftigt“, räumt Catrin Petersen ein, „und doch sind wir recht gut durch die Krise gekommen.“
Dafür gibt es gleich mehrere triftige Gründe. Ganz oben auf der Liste stand und steht die Idee, selbständig arbeiten zuwollen. Dabei ging es nicht nur um die Gründung eines eigenen Betriebes, sondern darum, etwas aus der Taufe zu heben, „was von Grund auf unseren Vorstellungen entsprach“, sagt Maik Petersen. Und seine Frau ergänzt: „Das Ganze sollte eine eigene, sollte unsere Handschrift tragen.“
Leidenschaft und Kreativität – diese beiden Begriffe fallen während des Gesprächs immer wieder. Und schon ein Werbeprospekt macht deutlich, was damit gemeint ist: Das Titelfoto zeigt eine junge Frau, deren Gesicht zur Hälfte von einem Sägeblatt verdeckt ist. Daneben der Slogan: „Scharfe Ideen und echtes Handwerk“. Genauso haben es die Petersens gern.
Tischlerei MMP
Dazu gehört – Punkt zwei der Erfolgsliste –, dass der Kunde in der Robert-Koch-Straße Rundum-Pakete erwarten darf. „Wenn jemand zum Beispiel eine maßgeschneiderte, neue Küche haben möchte, dann laden wir ihn ein und zeigen ihm auf dem Bildschirm in einer 3-D-Animation, wie die aussehen kann“, berichtet Maik Petersen. Und seine Frau, die neben dem Büro auch für die Bereiche Design und Raumgestaltung verantwortlich zeichnet, macht im Bedarfsfall weitere Vorschläge, was die allgemeine, aber auch die Gestaltung im Detail anbetrifft. „Das kommt bei unseren Kunden gut an.“ Aber dazu gehört auch, offen auszusprechen, wenn sich eine Idee nicht realisieren lässt und Alternativen gefordert sind.
Alles „Wolkige“ ist den Petersens fremd. Sie mögen es präzise, kompetent und geradlinig – auch und gerade, was die Kommunikation angeht. „Und wenn wir mal einen Termin nicht halten können, wird der Kunde natürlich unverzüglich informiert.“ Ein Aspekt, der bereits Punkt drei der Erfolgsliste vorwegnimmt: Qualität und Kundenzufriedenheit. „Das ist unser oberstes Gebot.“