Hauseigentümer, die ihr Eigenheim energieeffizient modernisieren möchten, können von attraktiven staatlichen Förderungen profitieren. Egal, ob sie mehr Wohnraum schaffen, Räume heller und freundlicher gestalten, großzügige Glasanbauten oder ein neues Raumkonzept realisieren: Zahlreiche Umbaumaßnahmen können durch Zuschüsse und Steuervorteile unterstützt werden. Voraussetzung dafür ist, dass die Renovierung gleichzeitig die Energiebilanz des Hauses verbessert. Im Folgenden gibt es einen Überblick über die Fördermöglichkeiten und wichtige Voraussetzungen.
Zwei Wege zur staatlichen Unterstützung
Zur Förderung energetischer Sanierungen stehen grundsätzlich zwei Optionen zur Wahl: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bietet Zuschüsse von bis zu 12 000 Euro. Dazu braucht es eine Energieberatung, die einen individuellen Sanierungsfahrplan erstellt und analysiert, welche energetischen Verbesserungen sinnvoll sind. Hausbesitzer können dabei selbst entscheiden, welche der vorgeschlagenen Maßnahmen sie umsetzen möchten. Die zweite Option ist ein Einkommenssteuerbonus nach §35c EStG. Hier winkt ein Steuervorteil von bis zu 20 Prozent der Kosten – maximal 40 000 Euro, verteilt über drei Jahre.
Viele Hersteller unterstützen bei der Antragstellung. „Während des gesamten Prozesses haben Hauseigentümer einen persönlichen Ansprechpartner, um das jeweils beste Fördermodell zu finden“, erklärt Rainer Jaspers von Solarlux. Dreifachverglaste Fenster und Wintergärten sind nur einige Beispielprodukte, die energieeffizient und förderfähig sind. Wichtig: Der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden, auch wenn der Vertrag mit dem ausführenden Unternehmen bereits unterschrieben ist.
Für die BAFA-Förderung ist zu beachten, dass das Haus für die Inanspruchnahme mindestens fünf Jahre alt sein muss. Beim Steuerbonus sind es zehn Jahre seit der Grundsteinlegung. Hier ist außerdem die Unterstützung durch einen Steuerberater erforderlich.
Besonders attraktiv sind großflächige Verglasungen: Dreifachglas reduziert den Wärmeverlust um bis zu 40 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen Fenstern. Das spart nicht nur Energie, sondern steigert auch den Wohnkomfort. Große Glasflächen durchfluten den Raum mit Licht und öffnen den Blick in den Garten. Sobald die Temperaturen steigen, wird die Glasfassade geöffnet, innen und außen sind miteinander verbunden. Ein Wintergarten vereint alle Vorteile: Er schafft zusätzlichen Wohnraum, sorgt dauerhaft für mehr Tageslicht und eine spürbar verbesserte Energiebilanz.