Was passiert eigentlich, wenn das Wasser aus Itzehoes Straßen und Häusern abfließt? Wer sorgt dafür, dass Kanäle funktionieren, Straßen und Grünflächen gepflegt werden und die richtigen Maschinen und Fahrzeuge zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden?
Antworten auf diese Fragen gibt der Kommunalservice Itzehoe beim Tag der offenen Tür am Freitag, 2. Oktober, ab 13 Uhr. Dann können Besucher den neuen Standort an der Ecke Gasstraße/Voßbarg kennenlernen und zugleich einen Blick auf die Menschen, Technik und Fahrzeuge werfen, die sonst eher unbemerkt im Hintergrund für die Stadt im Einsatz sind.


Bei Führungen geht es durch die neuen Räume und Arbeitsbereiche. Auf dem Gelände werden außerdem verschiedene Maschinen und Fahrzeuge des Kommunalservice, der Stadtentwässerung und des Bauhofs präsentiert. Auch für die jüngsten Besucher ist einiges vorbereitet: Neben kreativen Mitmachaktionen können sie sich auf der Hüpfburg austoben oder am Glücksrad ihr Glück versuchen. Für einen besonderen Hingucker sorgt „Kalli, die Kanalratte“. Grillgerichte und Getränke sorgen für das leibliche Wohl.
Warum der Neubau notwendig wurde, erklärt Werkleiter Philipp Anger: „Wir waren büromäßig völlig am Anschlag.“ Die bisherigen Räume bei den Stadtwerken reichten für den Kommunalservice mit seinen inzwischen rund 100 Beschäftigten nicht mehr aus. Mit dem neuen Standort ist deshalb deutlich mehr als nur zusätzlicher Büroraum entstanden.
Dreieinhalb Jahre Vorbereitung und intensive Planung stecken in dem Gebäude. „Das hat sich ausgezahlt. Der Bau ist wirklich gut geworden“, sagt Anger. Besonders viel Wert wurde auf eine moderne technische Ausstattung gelegt. Dazu gehören eine Flächenheizung in der Decke und Bodenkanäle, durch die Leitungen flexibel verlegt werden können. Auch bei der Energieversorgung geht der Kommunalservice einen besonderen Weg: Eine Wärmepumpe wird mit Abwasser aus der Kläranlage betrieben.
Nach knapp zwei Jahren Bauzeit ist der neue Standort seit dem 1. Juni in Betrieb. Hier befinden sich die Hauptverwaltung und die technischen Bereiche der Stadtentwässerung. Die unmittelbare Nähe zum Klärwerk sorgt für kurze Wege und erleichtert die täglichen Arbeitsabläufe. Aus den bisherigen vier Standorten des Kommunalservice sind zwei geworden. Der Bauhof bleibt weiterhin an seinem vertrauten Standort in der Hafenstraße 7.
Rund zwölf Millionen Euro hat die Stadt in den Neubau investiert. Ursprünglich waren rund elf Millionen Euro veranschlagt, allerdings führten unter anderem Altlasten im Erdreich zu höheren Kosten. Entstanden ist ein modernes zweigeschossiges Gebäude in nachhaltiger Holzbauweise mit Arbeitsplätzen für rund 50 Mitarbeiter. Hinzu kommen ein großer Sitzungssaal mit 120 Plätzen, Umkleide- und Duschräume für das Klärwerkspersonal sowie eine temperierte Lkw-Halle für die Spülwagen.
„Der Kommunalservice Itzehoe ist ein Eigenbetrieb der Stadt und damit Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge“, sagt Anger. Seine rund 100 Beschäftigten kümmern sich in den Bereichen Stadtentwässerung und Bauhof um zahlreiche Aufgaben, die für das Funktionieren der Stadt unverzichtbar sind. Beim Tag der offenen Tür können die Itzehoer nun einmal ganz genau hinschauen und entdecken, was sonst oft im Verborgenen bleibt.
Kristina Mehlert