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Tafeln Rendsburg, Hohenwestedt und Nortorf brauchen Unterstützung

Ansprechpartner der Rendsburger Tafel: Gitta Heinze, Dagmar Goede und Holger Glimm (von links). Foto: Dorfer

Die Kosten steigen in fast allen Bereichen: Immer mehr Menschen leben in Einkommensarmut oder sind davon bedroht. Längst ist dies auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Immer mehr Menschen leben in Einkommensarmut oder sind unmittelbar davon bedroht. Längst ist dieser Umstand auch in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Die Kosten steigen in nahezu allen Bereichen und zwingen viele, die bisher noch einigermaßen zurecht kamen, sich noch mehr einzuschränken - auch beim Einkauf des täglichen Bedarfs, wie zum Beispiel bei Lebensmitteln. Viele finden dann Unterstützung bei einer der Tafeln des Landes. ་

Unternehmen aus der Region

Wie auch bei der Rendsburger Tafel, deren Träger die Diakonie Rendsburg-Eckernförde ist und die als eine der zur Zeit 950 Tafeln in Deutschland gemäß der Tafelgrundsätze Lebensmittel an Bedürftige verteilt. Rund 1200 Haushalte werden in der Region an den sechs Ausgabestellen versorgt, allein 250 davon im Stadtgebiet. Rendsburger Dreh- und Angelpunkt ist der Standort in der Bredstedter Straße 11. Die Zentrale in dem ehemaligen Schleckermarkt mit ausreichend Platz zur Lagerung der Lebensmittelspenden und einer großen Kühleinheit ist zugleich auch ein Ort der Begegnung.

Das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer ist groß, die Stimmung im Team gut. Zudem erfährt die Tafel eine große Unterstützung durch die umliegenden Märkte – 50 werden täglich mit den drei Fahrzeugen angefahren - sowie durch Serviceclubs und Privatleute, die mit Erlösen aus diversen Veranstaltungen helfen. Auch die „Spendengläser“, die in einigen Märkte zu finden sind, tragen zum Spendenau kommen doch bei. Obwohl die Bereitschaft hoch ist, ist das Spendenaufkommen zurückgegangen. „Wir merken das besonders bei Obst, Gemüse und Molkereiprodukten“, so Koordinator Holger Glimm. Benötigt werden neben Lebensmittel- auch Geldspenden, denn auch die Tafeln leiden unter den steigenden Energie- und Treibstoffkosten. Da sie sich ausschließlich von und mit Spenden finanzieren, sind die Tafeln auf Geldspenden zur Deckung der laufenden Kosten angeweisen. Trotz des großen Bedarfs, musste man in Rendsburg noch niemanden ablehnen, es gibt keinen Aufnahmestopp.

Unternehmen aus der Region

Ebenso bei der Nortorfer Tafel. „Bei uns gibt es keinen ausdrücklichen Aufnahmestopp. Wir achten aber sehr genau darauf, wer auf unserer 'Kundenliste' steht,“ erklärt Leiterin Renate Kohn. Mit einem Team von rund 30 Helferinnen und Helfern versorgt die Nortorfer Tafel, deren Träger die AWO ist, rund 300 Tafelgäste in der Region Nortorf und Nortorf Land. „Zu uns kommen viele junge Leute, Familien und natürlich auch ältere Menschen, der Bedarf ist sehr groß“, so Renate Kohn weiter. Neben Lebensmitteln erhält die Tafel auch gelegentlich Hygiene- und Toiletteartikel. „Bei uns ist das Spendenaufkommen kaum zuzrückgegangen, möglicherweise hat die Coronazeit diesbezüglich zum auch Nachdenken angeregt“, so Alfred Tiesler, seit 2012 ehrenamtlich bei der Tafel tätig. Die Spenden kommen vornehmlich von den umliegenden Märkten sowie von Privatleuten.

Unternehmen aus der Region

So, wie bei der Hohenwestedter Tafel. Hier unterstützt ein Team von rund 46 Ehrenamtlern die Arbeit der Tafel, die ihren Sitz im Keller des Thomashauses der evang.-luth. Kirchengemeinde Hohenwestedt hat. 2020 haben Nadine und Ralph Meyer die Leitung der Tafel von Margret Steiner übernommen. Seit der Gründung 2006 hat sich die Tafel in Hohenwestedt durch die großzügigen Spenden regionaler Unternehmer und das Engagement vieler Ehrenamtler zu einer Institution entwickelt, die aus dem Leben vieler Bedürftiger nicht mehr wegzudenken ist.

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Nicht jeder kann allerdings Tafelgast werden, der Nachweis der Bedürftigkeit durch einen Tafelausweis muss vorliegen, wie übrigens bei allen Tafeln. Rund 70 Haushalte werden derzeit durch die Tafel unterstützt. Damit das so bleibt, braucht auch die Hohenwestedter Tafel Spenden. „Jeder Euro zählt“, so Nadine Meyer. „Wir haben hier ein tolles Team, das sich super ergänzt, die Arbeit macht unglaublich viel Spaß und erfüllt uns“.

Weil sich das Ehepaar in Zukunft aber mehr privaten Verpflichtungen widmen möchte, sucht es eine Nachfolge für die Leitung. „Wir hören aber nicht auf, bevor diese nicht gefunden ist“, versichern beide. drd


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