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SummerJazz in Pinneberg: Auf jeder Bühne Musikrichtung eine andere

Organisatoren, Sponsoren und Verwaltung stellten das Programm für das Summer Jazz-Festival 2024 in Pinneberg vor. Foto: Bastian Fröhlig

JAZZ MEETS FOLK: 36 von 330 Bewerbern sind beim diesjährigen Festival dabei

Rund 330 Band wollten dabei sein und hatten sich im Vorfeld für das SummerJazz-Festival 2024 in Pinneberg beworben. „Da sind die Spam-Mails von Agenturen und Veranstaltern gar nicht mitgezählt“, sagte Dr. Ralph Kricke, Vorsitzender Förderverein SummerJazz Pinneberg, bei der Vorstellung des Programms für das Festival. Entschieden hat man sich für 36 Bands, die beim SummerJazz vom Donnerstag bis Sonntag, 8. bis 11. August zu hören sein werden.

Unternehmen aus der Region

„Viel hat der Chef selbst entschieden“, sagte Kricke lachend zur Auswahl der Bands. Schließlich mussten rund 90 Prozent aussortiert werden.„Wir haben aber auch viele Themen im Vorstand besprochen, wenn ich nicht sicher war oder etwas sehr ausgefallen war“, berichtete Kricke. SummerJazz-Mitbegründer Günter Kleinschmidt ergänzte: „Einiges ist preislich nicht darstellbar. Das erledigt sich von allein.“ Das betreffe rund ein Viertel der Bands. Bleibt aber noch reichlich Auswahl und qualitativ hochwertige. Kricke erläuterte: „,80 Prozent sagen zu, bei 20 Prozent gibt es Terminkollisionen oder Abstimmungsbedarf bei den Zeiten. Da müssen wir schauen, wie das Puzzle passt.“ Denn ein Ziel sei klar: „Auf jeder Bühne soll eine andere Musikrichtung zu hören - sein.“ Rund 100 000 Euro stehen zur Verfügung. Das Geld kommt von Sponsoren, aus dem Verkauf der Festival-Pins, durch Spenden, Gebühren der Marktbeschicker und Verkauf von Merchandising-Artikeln zusammen. „Wenn wir Geld einnehmen, wollen wir es für Musiker ausgeben und die Musiker fördern“, betonte Kricke. Daher seien alle 60 Helfer ehrenamtlich im Einsatz. „Ohne die Helfer geht es nicht. Die rechnen wir nicht ein“, erläuterte der Vereinsvorsitzende. In diesem Jahr gab es eine Zusage aus dem Festival-Förderfonds der Initiative Musik der Bundesregierung. „Es ist eine Fehlbetragsdeckung bis zu 25 000 Euro. Wir müssen am Ende sehen, was wir brauchen“, sagte Kricke. Das habe aber die Entscheidung für die Buchung eines Headliners des Festivals vereinfacht. „Auch wenn das finanziell eigentlich ein wenig aus dem Rahmen fiel“, räumte Kricke ein.

Kinofilm am Vorabend des Festivals

Am Freitag, 9. August, steht ab 20 Uhr der Heaven can wait Chor aus Hamburg auf der Hauptbühne. Am Mittwoch, 7. August, wird ab 19 Uhr die Reportage über den Chor im Rathaussaal gezeigt. Der Eintritt ist frei. „Einen Monat später tritt der Chor beim Stadtpark Open Air auf“, betonte Kricke. Für das Konzert im Stadtpark kosten die Tickets 47 Euro. Stehplatz-Preis. Daher stellte Kricke klar: „Bei uns sind alle Konzerte kostenlos. Aber natürlich freuen wir uns über Unterstützung.“ Das seien zum einen Spenden ins Sparschwein am SummerJazz-Stand, aber auch der Kauf der Festival-Pins.

Vier Tage Programm auf vier Bühnen

„Wir haben wieder ein super Programm mit bekannten Größen wie Tom Shaka oder der Blues und Boogie Night mit Matthias Schlechter und Martin Röttger, aber auch neue Elemente wie die Big Band der Richard Montgomery High School aus unserer Partnerstadt Rockville“, sagte Kricke über das diesjährige Festival, das auf vier Bühnen in der Pinneberger Innenstadt stattfindet:

• Bühne 1: Stadtwerke Süholstein Bühne, Drostei
• Bühne 2: Mallick Reski Partner Bühne, Lindenplatz
• Bühne 3: Seifert Automobile Bühne, Untere Dingstätte
• Bühne 4: Sparkassen-Bühne, Remise Café & Weinstube, Rübekamp

Der Auftakt ist am Donnerstag um 18 Uhr mit DanjaZzy & Andy K mit Hip-Hop-Jazz in der Remise. Die offizielle Eröffnung findet eine Stunde später auf dem Drosteiplatz statt. Zudem werden 13 Bands beim Bandcontest antreten. Der Sieger wird am Sonntag, 11. August, ab 15 Uhr gekürt. „Wir haben den Bands in Anlehnung an das Motto die Aufgabe gestellt, Volkslieder neu zu vertonen. Wir sind gespannt, wie das umgesetzt wird“, sagte Kricke.

Bastian Fröhlig


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