Roland Wiebicke ist Vorsitzender der DLRG Pinneberg. Der 49 Jahre alte Fertigungsplaner leitet die Ortsgruppe bereits seit März 2015, nachdem er zuvor jahrelang als stellvertretender Vorsitzender und Kreisjugendbeauftragter aktiv war. Er ist leidenschaftlicher Rettungsschwimmer und verrät, in welchen Bereichen sich die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft engagiert, und gibt Ratschläge zur Sicherheit am Wasser.
Wie viele Arbeitsstunden leisten Ihre ehrenamtlichen Kräfte im Jahr?
Unsere ehrenamtlich geleisteten Einsatz- und Ausbildungsstunden liegen bei rund 1500 im Jahr. Wir haben viele Einsatzbereiche; die Haupteinsatzbereiche sind die Regattabegleitung, der Elbe-Wachdienst und der Katastrophenschutz. Wir sind bei Segelregatten wie der Kieler Woche mit unserem Rettungsboot im Einsatz.
Außerdem sind wir bei der KiWo Teil der Einsatzleitung. Zahlreiche Einsatzkräfte sorgen an den neun Regattatagen von morgens bis abends für die Sicherheit der Teilnehmer.
Ein weiterer Bereich, in dem wir engagiert sind, ist die Schwimmausbildung. 70 Ausbilder bieten über 40 Kurse in der Woche an. Da kommen rund 3100 Stunden zusammen. Zwar konnte der Corona-Rückstau bei den Nichtschwimmern inzwischen abgearbeitet werden, allerdings hinterließ die Pandemie Spuren: Viele Kinder weisen motorische Schwächen auf, weshalb der Weg zum sicheren Schwimmer heute spürbar länger dauert.
Was war für Sie persönlich in den letzten Jahren der schönste oder bewegendste Moment im Dienst?
Das ist schwierig – es gibt viele schöne und bewegende Momente. Worüber ich mich aktuell besonders freue, ist die Entwicklung unserer Jugendabteilung. Wir haben eine tolle aktive Jugend. Es gibt drei große Ausfahrten im Jahr – das Pfingstlager, die Landesmeisterschaften und eine Freizeitfahrt nach Büchen. Die Ausfahrten sind sehr beliebt und entsprechend ausgebucht. Außerdem gibt es Bastelaktionen, Übernachtungen im Vereinsheim am Hafen, weitere Aktivitäten und die Teilnahme an Veranstaltungen – zum Beispiel am Erntedankumzug in Waldenau.
Die Badesaison beginnt – was sind aus Ihrer Sicht die „Top 3 der unterschätzten Baderegeln“?
Die Aufsichtspflicht der Eltern ist keine offizielle Baderegel, steht aber doch ganz oben auf der Liste der Dinge, die beachtet werden sollten. Wenn Eltern auf ihr Handy gucken oder entfernt von ihrem Kind stehen und klönen, können sie weder aufpassen noch schnell genug reagieren. Zweitens: Die alte Baderegel „Da, wo Schiffe fahren, wird nicht geschwommen.“ Die Elbe ist kein Badegewässer. Und das Dritte ist ein Ratschlag: Zieht kleinen Kindern in Wassernähe – beispielsweise an Hafenbecken und Kaimauern – signalfarbene Rettungswesten an.
VERANSTALTUNGEN IM JULI
DO., 2. - SO., 5. JULI
33. Pinneberger Weinfest
Edle Tropfen, gute Laune und die ewige Frage nach trocken oder lieblich: Das traditionsreiche Weinfest lädt zum gemütlichen Beisammensein direkt auf den Drosteiplatz in der Pinneberger Innenstadt ein. Ideal für alle, die den Rebensaft im Herzen der Stadt gebührend feiern wollen. Öffnungszeiten: Do. 16-23 Uhr, Fr. 16-24 Uhr.
➡ stadtmarketing-pinneberg.info
MO., 6. JULI
Schleswig-Holstein Musik Festival
Barocke Pracht trifft auf echte BläserMagie: Das renommierte Ensemble Stockholm Chamber Brass bringt die ehrwürdigen Mauern der Rellinger Kirche mit virtuosen Klängen zum Strahlen. Ein absolutes Muss für alle Klassikfans. Barockkirche Rellingen, Hauptstraße, Rellingen. Beginn ist um 19.30 Uhr.
➡ shmf.de
MO., 6. – FR., 10. JULI
Bauspielplatz der Jugendpflege
Hammer, Säge, Action! Eine handwerkliche Kreativwoche für alle kleinen Baumeister, die sich nach Herzenslust austoben wollen. Das große Ferienabenteuer der Jugendpflege findet auf dem Sportplatz Rellingen-Ort statt.
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. 9-14 Uhr.
➡ rellingen.de
SA., 18. JULI
Wandelparty TanzBar 80/90
Glitzer an, Alltag aus! Wer Lust auf eine ordentliche Portion Nostalgie und ungebremste Lebensfreude hat, ist hier goldrichtig. Gespielt werden die besten Pop-, Rock- und Lieblingshits der 80er- und 90er-Jahre, die garantiert jeden Fuß in Bewegung bringen. Vortanzen ist ausdrücklich erwünscht! Eintritt frei, Spenden willkommen. Lustis 53,6, Industriestraße 10, Stadt Schenefeld. Beginn um 20 Uhr.
➡ schenefeld-im-wandel.de
DI., 28. JULI
Roboter-Werkstatt im SommerClub
Wer braucht schon Science-Fiction, wenn man selbst programmieren kann? Im Rahmen des SommerClub 2026 verwandelt sich die Stadtbücherei Pinneberg in ein digitales Testlabor. Kinder von 8 bis 12 Jahren können clevere Kerlchen wie Dash, Bee-Bot und Ozobot steuern, kleine Codes austüfteln und spielerisch Technik entdecken. Kostenlos und ohne Anmeldung. Öffnungszeiten: 15-17 Uhr.
➡ buecherei-pinneberg.de
Aktiv durch den Sommer
Sechs Wochen Programm mit dem Sommerferien(S)pass 2026

Während einige Sportvereine in den Sommerferien Pause machen, ist beim SCP genau das Gegenteil der Fall. Mit dem Sommerferien(S)pass 2026 erwartet Interessierte während der gesamten Sommerferien Schleswig-Holsteins ein abwechslungsreiches Programm rund um Bewegung, Gesundheit und Wohlbefinden.
Ob Yoga, Pilates, Rückenfitness, Mobilisation nach Feldenkrais, freier Tanz, Fit am Morgen, Bodyforming oder Nordic Walking – insgesamt 14 verschiedene Angebote machen Lust, Neues auszuprobieren, in Bewegung zu bleiben und gemeinsam aktiv zu sein.
Das Besondere dabei: Für Mitglieder des Sport-Club Pinneberg ist die Teilnahme an allen Angeboten kostenlos. Nichtmitglieder können für einmalig 25 Euro einen Sommerferien(s)pass erwerben und damit das komplette Ferienprogramm nutzen. Eine Anmeldung zu den einzelnen Kursen ist nicht erforderlich – einfach vorbeikommen und mitmachen.
Viele Menschen nutzen die Sommerferien, um etwas Neues auszuprobieren oder endlich den Kurs zu besuchen, für den im Alltag oft die Zeit fehlt. Genau dafür ist der Sommerferien(s)pass gedacht. Die Angebote richten sich an alle Interessierten – unabhängig von Alter oder Vorkenntnissen.
Die meisten Kurse finden in der Gymnastikhalle des SCP an der Raa 13 statt. Einige Angebote führen auch nach draußen. Das Programm sowie weitere Infos zur Anmeldung gibt es online.
jfa
Wir von hier
Dieser Bericht ist auf Basis eines Artikels aus unserem Lokalportal Wir von hier entstanden.