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Fenster topp - Anschluss Flop

Der Tausch alter Fenster gegen neue Mehrfachverglasungen kann erhebliche Energieeinsparungen und Komfortgewinne bringen. Fotos: djd/FLIB

Die wichtige Rolle der Luftdichtheit beim Fenstertausch

Wenn Eigentümer den Energieverbrauch senken und den Wohnkomfort verbessern möchten, gehören neue Fenster oft zu den ersten Modernisierungsmaßnahmen. Moderne Mehrfachverglasungen versprechen geringere Wärmeverluste im Winter, besseren Hitzeschutz im Sommer und ein angenehmeres Raumklima. Ihr volles Potenzial entfalten sie jedoch nur bei fachgerechter Planung und luftdichtem Einbau.

Unternehmen aus der Region

Rund sechs von zehn Wohngebäuden in Deutschland wurden vor 1979 errichtet. Entsprechend groß ist der Sanierungsbedarf – gerade bei älteren Fenstern. „Die Qualität moderner Fenster ist inzwischen sehr hoch. Häufig wird jedoch unterschätzt, wie wichtig eine dauerhaft luftdichte Ausführung der Anschlussfugen zwischen Fenster und Baukörper ist“, erklärt Oliver Solcher vom Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e. V. (FLiB). Unkontrollierte Luftströmungen können Wärmeverluste, Zugerscheinungen und im ungünstigsten Fall Feuchteschäden verursachen.

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Auch Einzelmaßnahmen brauchen Planung

Der Bauteilanschluss muss außen schlagregendicht, in der Fuge wärmedämmend und nach innen luftdicht ausgeführt sein. Das erfordert eine sorgfältige Planung schon vor Beginn der Maßnahme. Idealerweise schreibt die Energieberatung im Rahmen eines Luftdichtheitskonzepts zunächst grob, wie der dauerhaft luftdichte und wärmebrückenreduzierte Anschluss erfolgen soll. Darauf aufbauend legt der Fensterbauer die Materialien fest. Soll mit einem Multifunktionsband gearbeitet werden, ist nach dem Rückbau der alten Fenster ein Glattstrich der Fensterlaibung erforderlich. Soll Montageschaum die Fuge ausfüllen, müssen Materialien für die Schlagregendichtheit außen und den luftdichten Anschluss innen festgelegt werden. Denn Montageschaum ist zwar wärmedämmend, aber nicht dauerhaft luftdicht. Unter www.luftdicht.info gibt es dazu mehr Infos und Praxistipps.

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Weil es bei Altbauten nur selten eine Lösung nach Schema F gibt, ist bei Maßnahmen, die nach Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) gefördert werden, die Energieberatung Pflicht. Zu ihren Aufgaben zählen das Luftdichtheitskonzept und eine abschließende Sichtprüfung des Bauteilanschlusses, um Schwachstellen zu vermeiden. Eine luftdichte Ausführung ist gesetzlich vorgeschrieben und gehört zu den anerkannten Regeln der Technik. Sie verbessert Energieeffizienz und Wohnkomfort, schützt vor Bauschäden und trägt zum Werterhalt der Immobilie bei. Wer auch bei Einzelmaßnahmen wie dem Fenstertausch auf eine abgestimmte Planung und Bauabfolge achtet, schafft somit beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche und förderfähige Modernisierung.
djd


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