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Sicher durch die Weihnachtstage

FOTOS: SUEN RASCHKE; STOCK. ADOBE.COM

Von lebenden Kerzen bis zum Fondue: Tipps vom Feuerwehrprofi

Die Tage der beschaulich leuchtenden Lichter sind leider auch die der brennenden Tannenbäume. Neben Silvester sind die Weihnachtsfeiertage die einsatzreichste Zeit für die Feuerwehr in Schleswig-Holstein. "Die meisten Einsätze haben wir um Weihnachten dadurch, dass jemand in der Küche beschäftigt ist, während im Wohnzimmer der Baum oder der Adventskranz Feuer fängt", sagt Volker Arp (Foto unten), Geschäftsführer des Landesfeuerwehrverbandes. 

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Gerade wenn die Nadeln bereits älter und dadurch trocken sind, breite sich das Feuer extrem schnell aus. "Der Tannenbaum steht dann wirklich schlagartig in Flammen“, warnt Arp. Er rät deshalb, den Tannenbaum so spät wie möglich zu kaufen, bis zu den Festtagen draußen zu lagern und den Stammfuß feucht zu halten. Am allerwichtigsten aber: echte Kerzen niemals unbeaufsichtigt lassen - gerade wenn Kinder oder Tiere im Haus sind. "Am besten“, sagt Arp, "verwenden Sie gar keine echten Kerzen, sondern elektronische Beleuchtung. Das tue ich selbst auch." 

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Die meisten Menschen greifen mittlerweile zur vermeintlich sicheren Alternative, der LED-Beleuchtung. Doch auch hier ist die Brandgefahr nicht völlig ausgeschlossen. "LEDs überhitzen zwar in der Regel nicht“, betont Arp. "Bei fehlerhaften Produkten kann man sich aber auch hier niemals sicher sein, da es sich um Elektronik handelt." Deshalb sollte man bei der Auswahl unbedingt auf die CE-Kennzeichnung achten. Diese garantiert, dass das Produkt die relevanten EU-Vorschriften erfüllt - also auch auf Brandgefahr hin getestet wurde. Ebenso sollte der Rauchmelder – wie im Übrigen das ganze Jahr hindurch – gewartet und funktionstüchtig sein. 

Wer mit Raclette oder Fondue feiert, sollte erstens auf den sicheren Stand der Geräte achten. Also keinen wackligen Klapptisch verwenden. Und, so Arp: "Halten Sie Raclette und Fondue auf Abstand zu Tannenbaum, Deckenleuchte oder anderen brennbaren Gegenständen." Dasselbe gilt für die Feuerschale im Garten.

Und was tun, wenn ein Feuer ausbricht? Von der Feuerwehr gibt es dafür klare Anweisungen: Zunächst alle Unbeteiligten aus dem Gefahrenbereich bringen. Wenn das Feuer klein und beherrschbar erscheint, sollte ein Feuerlöscher griffbereit sein. Ob mit Schaum oder Pulver, sei für den Löschvorgang egal, so Arp. "Am Ende löscht beides gleich gut - Pulver kann aber mehr - Schweinkram machen." 

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Ein Eimer Wasser hingegen bewirke bei einem brennenden Tannenbaum nicht viel, und auch Feuerlöschspray habe nur eine begrenzte Löschwirkung. Für einen Adventskranz in Flammen mag beides noch ausreichen. In jedem Fall geht die Gefahrenvermeidung vor.

Wenn man nicht löschen kann: keine Geschenke retten, sondern alles liegenlassen. Den Raum verlassen, die Tür verschließen und sofort die 112 anrufen. Das Haus verlassen, jemanden draußen positionieren, der die eintreffende Feuerwehr einweisen kann. Wer die Ratschläge von Volker Arp beachtet, kommt wahrscheinlich gar nicht erst in die Situation. „Für mich“, begründet Arp, "ist es wichtig, dass die Sicherheit für alle gegeben ist. Ein nicht ausbrechendes Feuer sorgt auch dafür, dass wir Feuerwehrmenschen, die wir ja überwiegend ehrenamtlich tätig sind, die Feiertage ohne Einsätze im Kreise der Familie verbringen können."


//Sven Raschke 


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