Die Titelverteidigung in der European League und zwei Derbysiege gegen den THW Kiel sichern der Saison einen Platz im Gedächtnis der SG Flensburg-Handewitt und ihrer Fans.
Doch viel, was in den vergangenen zwölf Monaten passiert ist, darf möglichst schnell in Vergessenheit geraten. Die Ausbeute in der Handball-Bundesliga war mit 47:21 Punkten und dem damit verbundenen fünften Tabellenplatz trotz eines starken Saisonstarts so mager wie seit 14 Jahren nicht mehr. Von ihrem Ziel, um die Meisterschaft zu spielen und sich für die Champions League zu qualifizieren, war die SG weiter entfernt, als es vor einem Jahr anzunehmen war.




Noch immer heilen die Wunden der chaotischen Dezember-Wochen, als sich der Verein überraschend früh von Trainer Nicolej Krickau trennte, den Abschied von Kapitän Johannes Golla im Sommer 2026 kommunizieren musste, insgesamt unsouverän wirkte und viele Negativschlagzeilen produzierte. Das sportliche Auf und Ab ging zwar auch mit Krickaus Nachfolger Ales Pajovic weiter, dennoch ist mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt.
Was bleibt, sind der Titel und das Gefühl einer guten Perspektive; aber auch der Unsicherheit, was der neue Trainer und sein Team leisten können. Auf die SG kommt viel Arbeit zu.
jas/hol