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Schritt für Schritt klimaneutral

Ralf Sievers, Obermeister der SHK-Innung Steinburg. Foto: Kristina Mehlert

Der Kreis Steinburg treibt den Klimaschutz weiter voran

Der Kreis Steinburg treibt den Klimaschutz weiter voran. Mit konkreten Maßnahmen soll die Region Schritt für Schritt klimaneutral werden. Dabei setzt der Kreis nicht nur auf große Energieprojekte, sondern auch auf das Engagement von Kommunen und Bürgern.

In vielen Gemeinden sind die Veränderungen bereits sichtbar. Windkraftanlagen gehören längst zum Landschaftsbild. Gleichzeitig entstehen immer mehr Photovoltaikanlagen auf Hausdächern, landwirtschaftlichen Betrieben und Gewerbeimmobilien.

Zudem wird daran gearbeitet, den öffentlichen Nahverkehr attraktiver zu gestalten – insbesondere für Pendler in Richtung Itzehoe und Hamburg. Auch der Ausbau von Radwegen wird vorangetrieben, um kürzere Strecken klimafreundlich zurücklegen zu können.

Ein fester Bestandteil des Klimaschutz-Engagements im Kreis ist mittlerweile auch die alljährliche Aktion Stadtradeln, bei dem Bürger 21 Tage lang ihre Wege mit dem Fahrrad zurücklegen. Ob regelmäßige Radfahrer oder Gelegenheitsnutzer – jeder kann teilnehmen, jeder Kilometer zählt. Vor allem Strecken, die sonst mit dem Auto gefahren worden wären, leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Ein weiterer wichtiger Hebel liegt im Gebäudebestand. Viele ältere Häuser bieten großes Potenzial für Energieeinsparungen. Daher setzen lokale Betriebe verstärkt auf nachhaltige Lösungen. Von energieeffizienter Produktion bis hin zur Nutzung erneuerbarer Energien – auch die Wirtschaft im Kreis Steinburg beteiligt sich aktiv am Wandel. So gelten Wärmepumpen als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende. Sie nutzen Energie aus Luft, Wasser oder Erdreich und wandeln sie in Heizwärme um – effizient und vergleichsweise klimafreundlich. Was lange vor allem im Neubau Standard war, wird inzwischen auch für bestehende Gebäude zunehmend interessant.

Unternehmen aus der Region

Gleichzeitig sorgt die Technik bei vielen Eigentümern auch für Verunsicherung. Förderprogramme, schwankende Strompreise und die Frage nach der Eignung des eigenen Hauses führen häufig zu Zurückhaltung. „Das Interesse ist groß, aber viele fragen sich: Wann ist der richtige Zeitpunkt – und passt die Wärmepumpe überhaupt zu meinem Gebäude?“, weiß Ralf Sievers, Obermeister der SHK-Innung Steinburg und Heizungsbaumeister aus Kellinghusen.

Unternehmen aus der Region

Ziel ist es, die CO₂-Emissionen in den kommenden Jahren deutlich zu reduzieren. Ein konkreter Zeitpunkt für die vollständige Klimaneutralität ist noch offen, doch die Richtung ist klar: Steinburg will seinen Beitrag zur Energiewende leisten – praxisnah und regional verankert.

Kristina Mehlert


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