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Rockkonzert der legendären Band "Nazareth"

Lee Agnew, Jimmy Murrison, Carl Sentance und Pete Agnew sind die Besetzung von „,Nazareth“. Foto: Imago Images

Die schottische Band spielt ihre Welthits im Hademarscher Hof: „This Flight Tonight“ , „Love Hurts“ und „Dream on“. Die Band "Grey Attack" wird das Publikum aufwärmen.

Das sind echte Welthits. Das sind Lieder, die jeder kennt“, sagt Frank Olschewski mit Blick auf die drei bekanntesten Songs der Hard-Rock-Ikonen von „Nazareth“: „This Flight Tonight“ von 1973, „Love Hurts“ von 1975 und „Dream on“ von 1982.

Und nun sind die Hits im Hademarscher Hof am kommenden Freitag zu hören. Beginn ist um 19.30 Uhr, eine Stunde vorher ist Einlass. Als Vorband spielt „Grey Attack“. Tickets gibt es im Internet auf den gängigen Verkaufsplattformen.

Idee entstand während der Corona-Pandemie

Im Backstage-Bereich des Hademarscher Hofs: Frank Olschewski mit einer Gitarre, die Ex-„Queensryche“-Sänger Geoff Tate und dessen Bandkollegen signiert haben. Foto: Hans-Jürgen Kühl
Im Backstage-Bereich des Hademarscher Hofs: Frank Olschewski mit einer Gitarre, die Ex-„Queensryche“-Sänger Geoff Tate und dessen Bandkollegen signiert haben. Foto: Hans-Jürgen Kühl

Im Gasthof von Susanne und Frank Olschewski geben sich deutsche und internationale Hardrock- und Metal-Stars mittlerweile die Klinke in die Hand. Diese Erfolgsgeschichte begann im Sommer 2021. Nach anderthalb Corona-Jahren befanden sich auch die regionalen Gasthäuser in einer existenzbedrohlichen Krise. „Da haben wir einfach eine bekannte skandinavische Metal-Band angemailt und ihnen geschrieben, wie cool es wäre, wenn sie bei uns auftreten würden“, erzählt Frank Olschewski. „Thundermother“ rückten aus Schweden an und begeisterten die 125 Metal-Fans, die nach den Corona-Bestimmungen von Juli 2021 dabei sein durften.„Auch alle weiteren Bands, die wir dann anfragten, wollten gern bei uns auftreten, weil sie woanders nicht spielen durften“, berichtet Olschewski.

Als Metal-Fan ist der Gastwirt stolz darauf, dass deutsche Szenegrößen wie „Grave Digger“ und „Rage“ in seinem Saal spielen. „Diese Musik ist genau mein Ding, und es für mich ein Glück, dass diese Bands bei uns zu Gast sind“, sagt Olschewski, stellt gleichzeitig aber auch klar, dass die Einnahmen aus den Konzerten ein unverzichtbares Standbein für den Betrieb geworden sind. „Geburtstage, Hochzeiten und andere Familienfeste werden auch nach Corona nicht mehr so groß gefeiert wie früher - viele Landgasthöfe haben deshalb ja auch schon komplett zugemacht.“

Die Konzerte im Hademarscher Hof stehen unter dem Motto „Hall Operation Festival“. „Das spuckt der Google-Translater aus, wenn man Saalbetrieb eingibt, und die Anfangsbuchstaben ergeben zusammen Hof“, erklärt Olschewski. Nach dem „Nazareth“-Konzert folgt am 21. Dezember ein Gastspiel von zwei deutschen Coverbands. „Nutellica“ haben sich auf „Metallica“-Hits spezialisiert, „Power Slave“ auf die Songs von „Iron Maiden“. Für 2025 kündigt der Gastwirt „zwölf bis 15 Konzerte an“, unter anderem am 8. Februar eine „P!nk“-Tributeshow: „Das zeigt, dass wir nicht nur auf Metal festgelegt sind, sondern auch ebenso gern Musikveranstaltungen für jedermann anbieten.“

Hans-Jügen Kühl


Die Geschichte der Band

„Nazareth“ wurde Ende der 1960er Jahre im schottischen Dunfermline gegründet und gehört zusammen mit „Led Zeppelin“, „Deep Purple“, „Uriah Heep“ und „Black Sabbath“ zur ersten Hardrock-Generation, die auch den Grundstein für den später aufkommenden Heavy Metal legte. „Nazareth“ ging aus der Blues, Soul- und RocknRoll-Cover-band„The Shadettes“ hervor, die Pete Agnew 1961 ins Leben gerufen hatte. 1977 befanden sich„Nazareth“ auf einer gemeinsamen USA-Tournee mit „Lynyrd Skynyrd“. Die Südstaatenrocker luden die Schotten zu sich ins gruppen-eigene Flugzeug ein. Pete Agnew und seine Mitstreiter mussten aufgrund eines Pressekonferenz-Termins ablehnen. Was ihnen das Leben rettete, denn „Lynyrd Skynyrd“ stürzten ab. 1993 nahmen „Guns N Roses“ eine Version des „Nazareth“-Songs „Hair of the Dog“ für ihr Album „The Spaghetti Incident?“ auf. 2007 gaben „Metallica“ bei einem Benefiz-Konzert in San Francisco ein Akustikset inklusive des „Nazareth“-Songs „Please Don't Judas Me“ zum Besten. Bassist Pete Agnew ist als einziges Gründungsmitglied nach wie vor mit von der Partie.

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