Das Radfahren und insbesondere der Radtourismus sollen auch hier in Nordfriesland gefördert werden, und zwar entscheidend durch Fördermittel. Ein Großprojekt ist dabei das Projekt des Kreises zur besseren Beschilderung der Radwege, wofür 412.000 Euro Landesmittel vom Tourismusminister Klaus Ruhe Madsen übergeben wurden. Von den etwa 2.000 Kilometern Radwegenetz befinden sich 650 Kilometer auf Eiderstedt, denen das auch im nächsten Jahr zugutekommt.

Aber auch in der Vergangenheit wurden Investitionen auf dem Gebiet getätigt. So konnte der Radweg zwischen Oldenswort und Tönning mit Fördermitteln aus dem Landesprogramm „Ländlicher Raum Schleswig-Holstein 2014-2022/ Ausbau ländlicher Wege“ ausgebaut und verbreitert werden. „Auch die Hauptstadt von Eiderstedt konnte von Fördermitteln profitieren“, erklärt Katja Andresen vom Amt Eiderstedt, „denn der Radweg Innenstadt in Garding erhielt Fördermittel aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ für die Anlage von Radwegen und die fahrradfreundliche Umgestaltung, sagt Frau Andresen. Es sei auch die Absicht gewesen, damit die Innenstadt von Garding zu beleben und gleichzeitig den Radfahrenden mehr Sicherheit zu bieten, indem sie nicht entlang der Bundesstraße 202 fahren müssen. Allerdings wissen das viele nicht und fahren gar nicht auf dem Extra-Radweg.
Bald soll auch der Radweg zwischen Katharinenheerd und Tetenbüll mit Fördermitteln aus der „Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes“ gebaut werden, breiter als woanders üblich. Für Ausflügler per Rad oder E-Bike gibt es 16 getestete und beliebte Rundtouren über die Halbinsel, beispielsweise durch das Katinger Watt oder zum Leuchtturm Westerhever. Wer vorher genau Bescheid bekommen will, welche Längen die jeweilige Tour hat, welche Straßenbeschaffenheit man vorfindet und welche Rastplätze auf der Strecke empfohlen werden, kann sich spezielle Apps aufs Handy laden, z.B. Komoot. Dann muss man nur noch auf gutes Wetter hoffen. ari