Ein paar Schritte vom Marktplatz entfernt hat Anfang April ein Geschäft mit bunt gemischtem Sortiment eröffnet. Das Konzept von Oliver Viedt erinnert an Tante-Emma-Läden, wobei er viel Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei der Produktauswahl legt.
Food, Drinks und Design lautet sein Motto. Als Beispiel zeigt er eine pinke Lampe mit drei farbenfrohen Schafen, die schon viele Fans in den sozialen Medien begeisterte.
Seit 2005 vermittelt er Ferienapartments und stellte sich im Winter die Frage: „Etwas Neues wagen?“ Die Idee für den Laden in der Badallee 6 entstand, um seine Urlaubsgäste mit den nützlichen und schönen Dingen des Alltags zu versorgen. Während er „NORDSEEappartements“ weiter im Hintergrund betreibt, hat er die Räume mit einem verrückten Farbkonzept renoviert.
Chef Tante Tüddel
Begleitet von Gute-Laune-Musik, amüsiert man sich beim Besuch mit dem charmanten Verkäufer über allerlei Entdeckungen in den Regalen. „Ich sabbel gern und freue mich, wenn die Nachbarschaft wie in Kindertagen beim Kaufmann auf einen Schnack hereinkommt.“
Wenn sich Kunden beim Bäcker nebenan mit Brötchen versorgen, können sie bei Tante Tüddel in den Kühlregalen regionale Käse- und Fleischprodukte als Belag auswählen.
„Die Waren biete ich zu den gleichen Verkaufspreisen an wie der Einzelhandel.“ erklärt Oliver Viedt, der sich über die gute Resonanz im ersten Monat freut. Je nach Wünschen der Kundschaft passt er das hochwertige Sortiment an. Von Drogerie-Artikeln über Süßes und Salziges bis hin zu Souvenirs und recycelten Sonnenbrillen – eine erstaunliche Bandbreite! Neben ausgewählten Spirituosen und alkoholfreien prickelnden Getränken ist das Lakritz aus den Niederlanden der Renner. Demnächst startet auch ein Online-Shop.
Neugierig auf portugiesische Weine? Oder auf regionale Käsespezialitäten? Interessierte finden über social media Events – wie die geplante Verköstigung.
Bei sonnigem Wetter lockt der Liegestuhl, der für das Berliner Speiseeis wirbt, das vegane Sorten umfasst und nachhaltig verpackt ist. Mit strahlendem Lächeln kommentiert der Verkäufer seine neue Karriere: „Mal schauen, wo die Reise hingeht.“
Martina Kenk