Die Einweihung der neuen Dreifeld-Südtondernhalle in Niebüll steht bevor. Die Halle ist seit über 60 Jahren ein Mittelpunkt der Stadt. Nun beginnt eine neue Ära mit tollen Möglichkeiten für alle Sportarten. Zum Festakt am Samstag, 15. August, erscheinen Staatssekretär Frederik Hogrefe aus dem Bauministerium und Honoratioren aus der Region. Ab 13 Uhr beginnt ein Tag der offenen Tür des Nutzers TSV Rot-Weiß Niebüll mit einem bunten Programm aller Sparten.
Draußen dezentes Grau, kombiniert mit roten Klinkerriemchen: Es ist ein absolutes Schmuckstück. Drinnen: hell, licht und richtig groß, der erste Eindruck ist umwerfend. Ob fahrbare Tribünen, eine Boulderwand oder bewegliche Elemente wie Basketballkörbe: Alles ist vom Feinsten.
Einzigartig in der Region und komplett barrierefrei
Bürgermeister Thomas Uerschels lobte den Bau: „Die Halle hat eine besondere Bedeutung für den Sport durch die Erweiterung der Kapazitäten.“
„Die neue Halle ist einmalig, so etwas hat nicht einmal eine Großstadt wie Flensburg“, freut sich Handballobmann Wilfried „Wille“ Carstensen, der den Bau von Beginn an unterstützt hat. Der Bau werde den Sportstandort Niebüll prägen, auch für paralympische Wettbewerbe: „Alles ist barrierefrei!“ Wichtig ist ihm vor allem der Schwingfußboden, der Verletzungen vermeiden hilft.
Architekt Jakob Janislawski sah seine Aufgabe so: „Die Herausforderung lag darin, das Gebäude in die Stadt zu integrieren. Wir haben daher das Gebäude gedreht und zur Stadt hin ausgerichtet.“ Gelungen ist die Öffnung zur City, neu ist der „Raum der Begegnung“ zwischen Halle und Schwimmbad, der den Nutzwert erhöht.

Die Idee einer besonderen Fassade ist inzwischen allgemein akzeptiert. Der preisgekrönte Entwurf sah eine ungewöhnliche, elegante Lochblechfassade in grauen Tönen vor. Das Land gab eine Zwei-Drittel-Förderung in Höhe von sieben Millionen Euro durch das Städtebauförderungsprogramm.
Rückblick und Hintergrund: Der Altbau war marode, nicht barrierefrei und entsprach nicht mehr den Wettkampfbedingungen. Die Stadt Niebüll wurde Ende 2017 in das Städtebauförderungsprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“ aufgenommen. Als vorgezogene Maßnahme aus diesem Programm wurde ein Ersatzneubau der Südtondernsporthalle vorgesehen.
Die vorbereitenden Untersuchungen hatten ergeben, dass die Kosten einer Sanierung der bestehenden Sporthalle in keinem Verhältnis zu einem Ersatzneubau stehen. 85 Architekturbüros aus ganz Europa hatten danach die Wettbewerbsunterlagen abgerufen. Der Abriss geschah vor zwei Jahren, danach wurde zügig mit Firmen aus der Region gebaut.
Ein neuer Treffpunkt für Sportler und Schulen
Zwischen Sport- und Schwimmhalle weitet sich der Straßenraum auf, und es entsteht ein großzügiger Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität für das Schul- und Sportwesen. Als zusätzliches Sportangebot ist auf der Fläche Platz für Outdoor-Fitness- und Spielgeräte.
Die künftige Dreifeldhalle, die mit 1700 Quadratmetern den Anforderungen des Sportbetriebs entspricht, ist 47 Meter lang und 27 Meter breit. Die Tribünen fassen 199 Personen. In der Woche sind an die tausend Sportler des TSV Rot-Weiß Niebüll zu erwarten. Auch die Schwimmer können die neue Halle nutzen.
Arndt Prenzel