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Genossen schicken Rodenberg ins Rennen – Verwaltungsjurist kandidiert für SPD in Barmstedt

Cornelis de Jong (Vorsitzender SPD Barmstedt, von links), Florian Rodenberg (Bürgermeisterkandidat SPD Barmstedt) und Jürgen Busse (Fraktionsvorsitzender SPD Barmstedt) freuen sich auf einen lebhaften Wahlkampf. Foto: SPD Barmstedt

Rodenberg setzt auf Wirtschaft, Infrastruktur, Klimaschutz und Digitalisierung. Die Bürgermeisterwahl findet am 11. Mai statt, weitere Kandidaturen sind bis 17. März möglich.

Die SPD Barmstedt einen das Rennen schickt eigenen Kandidaten in ums Barmstedter Rathaus. Florian Rodenberg soll nach dem Willen der Sozialdemokraten am 21. August die Nachfolge der scheidenden Barnstedter Bürgermeisterin Heike Döpke (parteilos) antreten. Gewählt wird am Sonntag, 11. Mai. Seinen Hut in den Ring geworfen hat bereits CDU-Stadtvertreter Sebastian Mettner, der von seiner Partei Anfang Dezember nominiert wurde. Nun hat die SPD Barmstedt am vergangenen Mittwochabend während einer Mitgliederversammlung nachgezogen. Dabei wurde Florian Rodenberg mit "sehr großer Mehrheit“ als Kandidat aufgestellt, wie der Ortsvorsitzende Cornelis de Jong in einer Pressemitteilung verkündete. Er preist Rodenberg als Mann mit einer langjährigen Erfahrung als Verwaltungsjurist in verschiedenen Senatsverwaltungen der Freien und Hansestadt Hamburg an. Als dieser bringe er umfassende Kompetenz in der öffentlichen Verwaltung mit. "Bei Rodenbergs beeindruckendem Erfahrungshintergrund freue ich mich auf den gemeinsamen Wahlkampf zur Bürgermeisterwahl“, betont de Jong.

Rodenberg skizzierte als Schwerpunkte seiner zukünftigen Arbeit die wirtschaftliche Entwicklung Barmstedts, die Stärkung der kommunalen Infrastruktur sowie in den Bereichen Klimaschutz und Digitalisierung. "Bürgermeister zu sein bedeutet, eine Stadt nicht nur zu verwalten, sondern aktiv mitzugestalten. Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, die viel Einsatz verlangt, aber auch große persönliche und gesellschaftliche Erfüllung bringen kann“, wird er in der Pressemitteilung der SPD zitiert.

Besonders wichtig sei ihm ein offener und transparenter Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Er wolle gemeinsam mit der Stadtvertretung tragfähige Lösungen für die Herausforderungen der Zukunft entwickeln.

Mit dieser Nominierung haben die Barmstedter in jedem Fall am 11. Mai eine echte Wahl. Ob sich außer Rodenberg und CDU-Kandidat Mettner weitere Bewerber zur Wahl stellen, ist derzeit nicht bekannt. Die Bewerbungsfrist endet aber auch erst am 17. März um 18 Uhr.


Mordverdacht: 20-Jähriger Wedeler in Haft

Der 20-Jährige, in dessen Wohnung in Wedel am 22. Januar ein Schwerverletzter gefunden worden war, der wenig später starb, ist jetzt in Untersuchungshaft. Das teilten gestern die Staatsanwaltschaft Itzehoe und die Polizeidirektion Itzehoe den mit. Weitergehende Ermittlungen hätten dringenden Tatverdacht des Mordes ergeben. Der Beschuldigte, der sich selbst gestellt hatte, war zuletzt auf freiem Fuß, da nach ersten Ermittlungen eine Notwehrhandlung zum Tod des 56-Jährigen geführt haben könnte, hieß es seitens der Polizei. 

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft erließ jetzt jedoch die Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Itzehoe einen Untersuchungshaftbefehl. Der 20Jährige befindet in der Jugendanstalt Schleswig. "Die aktuellen Ermittlungsergebnisse sprechen gegen die zunächst angeNotwehrsituanommene tion. Die Mordkommission nahm den 20-Jährigen daher heute Vormittag fest“, teilten Staatsanwaltschaft und Kripo mit. og


Dirk Andresen liest im Schuhgeschäft

Bis Ende März 2024 wurden hier Schuhe für Groß und Klein verkauft. Im März dieses Jahres zieht die Kleiderkammer des DRK ein.

Und zwischendurch wird das ehemalige Schuh- und Sporthaus Kunrath in der Bahnhofstraße 111 in Brande-Hörnerkirchen zur Kulturbühne. DerRatzeburger Journalist und Autos Dirk Andresen stellt dort morgen um 17 Uhr sein Buch "Editha, ich liebe Du!“ vor. Begleitet wird Andresenvon Andrea Sacker als Vorleserin und Claudia C. Linfelt, die Akkordeon spielt. "Editha, ich liebe Du!“ ist die Lebensgeschichte von Editha Mani-scalco, Jahrgang 1937, die nach der Flucht aus Danzig in Mölln in einer Baracke aufwächst. Eintritt frei, Hutspende erwünscht. mbu

LESERBRIEFE

Um die Markthalle wird es kahl

Zu "Die letzten Tage der Elmshorner Blutbuche“ (Ausgabe vom 30. Januar)

Die Blutbuche wird gefällt und mit ihr all die anderen stattlichen, von den Gutachtern als erhaltenswert und wertvoll erachteten Bäume. Es wird kahl um die Markthalle. Die Planung hat diese schönen Bäume von Anfang an nicht geschützt und eine Fällung sollte auch nach diversen Einsprüchen nicht mehr abgewendet werden, der "Preis“, gerechnet in Wohnungseinheiten, sei zu hoch. Wie viele Wohnungen kostet das im Baukomplex vorgesehene Parkhaus? Diese Zahl, dieses "Preisschild“ habe ich nicht gefunden, das stand möglicherweise gar nicht zur Diskussion. Das Auto gehört selbstverständlich zum Leben. Bäume nicht so sehr, jedenfalls nicht im Stadtraum?

Dabei weisen so viele Erkenntnisse darauf hin, welch positiven Wirkungen allein der Blick ins Grüne, und sei es nur in das "Puschengrün“ vor dem Gebäude (das man in Puschen erreichen kann) auf die Gesundheit hat. Er wirkt stressreduzierten, positiv auf Heilprozesse, auf die mentale Gesundheit und anderes mehr. Davon abgesehen ist die Liste lang zu den positiven ökologischen (mikro)klimatischen wie Eigenschaften von Bäumen. Das muss nicht immer wiederholt werden, oder doch? Für dieses Baugebiet ist der Zug abgefahren bzw. die Säge angeworfen. Möge in den anderen Planungsgebieten mit mehr Achtsamkeit und Respekt vor den vorhandenen Bäumen gedacht und geplant werden. Die Neubesetzung der Stelle des Baustadtrats mit Herrn Munk gibt Grund zur Hoffnung. Monika Ueberhorst


Mein Freund, der Baum

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Er steht schon seit 60 Jahren dort, wo er bis jetzt steht. Er hat uns saubere Luft gespendet und Freude geschenkt mit seiner Stattlichkeit. Er könnte auch den zukünftigen Bewohnern dem neuen Stadtquartier angenehmen Schatten spenden. Er ist nicht krank, sondern gesund. Es ist sehr schmerzlich, wenn ignorante Instanzen sich über den Bürgerwillen hinweg setzten. Klimaschutz, Fehlanzeige, hier in Elmshorn doch nicht! Malies Schlüter


Im Zweifel weggewogen

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Apropos Blutbuche: "Fällgenehmigung erteilt“, lautet es in den Elmshorner Nachrichten. Da haben wir Ökos wohl verloren. Zugunsten von vierzig, sechzig oder gar achtzig Wohneinheiten, die im Falle des Erhaltes der Blutbuche wegefallen wären. Niemand muss dann wohl noch unter der Brücke schlafen. So geht das in einer guten Demokratie. Interessen werden ab und im Zweifel weggewogen.

Was mich persönlich stutzig macht? Die Fällgenehmigung wird erteilt, obwohl die Bedenken und Anregungen der Bürger und Bürgerinnen unsere Stadt bis heute keinerlei Reaktion der Stadtverwaltung, der Planungsbehörde nach sich gezogen haben. Still ruht der See. Dabei führt das Baugesetzbuch und dessen Kommentierungen deutlich aus, dass Bürger/innen sich erstens zur Entwicklung Ihrer Stadt äußern dürfen, hier zum Bebauungsplan 200. Und zweitens sollen die Bürger über den Umgang mit ihren Bedenken und Anregungen informiert werden und wie diese Anregungen im Zuge der Abwägung nach § 1 Baugesetzbuch einfließen. Und selbstverständlich sind diese Bürger über die Güterabwägung zu informieren. Bevor ein Baum gefällt wird. - Denn es soll vermieden werden, dass im Falle eines Rechtsstreites den Bedenken und Anregungen gefolgt wird, aber der Baum bereits weg ist. Pech gehabt. Hoffen wir nur, dass Elmshorn hier hoffentlich in der Sache vom Glück geküsst sein wird. Ich habe da so meine Bedenken.

Moralinsauer: Wer nun Recht behält, ist ohnehin zweitrangig. Denn bei fortschreitendem Klimawandel wird sich in einigen Jahrzehnten herausstellen, ob es gut war, eine Kohlenstoffsenke, wie die Blutbuche, zugunsten von zig Wohnunwegzuhauen. Denn gen eines scheint mindestens unter Botanikern, Forstwirten und Klimatologen sicher zu sein: der Ersatz der Blutbuche durch hundert oder zweihundert kleinere Bäume wird kaum eine Chance haben, sechzig Jahre im Stadtraum alt zu werden, wie "unsere“ Blutbuche. Werner Steinke

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