„Graue Energie“ ist zum wichtigen Kriterium für umweltfreundliches Bauen und Modernisieren geworden. Mit dem Begriff bezeichnet man die Energiemenge, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung beim Bau eines Gebäudes aufgewendet werden muss. „Will man die Nachhaltigkeit eines Gebäudes beurteilen, muss man den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes betrachten und in drei Phasen gliedern: Bau, Betrieb und Rückbau“, erläutert Holm Breitkopf von der BHW Bausparkasse.
Graue Energie fällt insbesondere durch die beim Bau verwendeten Materialien und deren Entsorgung an. Auch das Passivhaus, das mit erneuerbaren, also grünen Energien betrieben wird,verbraucht beim Bau Primärenergie und produziert dadurch CO2. Bei einem alten Wohnhaus entstehen Klimagase nur noch im laufenden Betrieb. Aus ökologischer Sicht sind daher Modernisierungen gegenüber einem Neubau nicht in jedem Fall schlechter.
Recycling-Materialien nutzen
„Eine Möglichkeit, graue Energie beim Bauen möglichst gering zu halten, ist die Verwendung von Materialien aus der Region sowie von nachhaltigen und recycelten Baustoffen“, empfiehlt Breitkopf. Natursteine, Hanf, Lehm, Holz können ohne Bedenken neu aufbereitet und weiterverwendet werden. Inzwischen gibt es zahlreiche Baustoffbörsen im Internet, die Baustoffe aus dem Rückbau von Immobilien anbieten. рт
Cleveres Einkaufen ohne Plastik
Weil Nahrungsmittel in UnverpacktLäden direkt in die eigene Dose oder den mitgebrachten Beutel abgefüllt werden, ist meist keine Einkaufsmenge vorgegeben. Daher sollte man sich vor dem Einkauf Gedanken machen, wie viel Nudeln oder Linsen man zum Beispiel braucht. Eine Hilfe zum Abschätzen der üblichen Mengen sind dabei alte, leere Verpackungen. Dazu rät das Bundeszentrum für Ernährung.
Und man sollte geeignete Behälter einpacken. Mehl etwa lässt sich zwar gut im Leinenbeutel transportieren, es staubt aber dann beim Umfüllen in der Küche. Übrigens: Meist werden die mitgebrachten Behälter vor dem Einkauf gewogen und das Gewicht an der Kasse vom Endgewicht abgezogen, um die Füllmenge zu errechnen. dpa/tmn