Bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz durchstöbern die meisten Menschen Stellenanzeigen in Zeitungen und Onlinebörsen und bewerben sich dann auf passende Angebote. Der erste Anstoß geht hier vom Arbeitgeber aus, der die Anzeige schaltet. Doch es gibt noch einen anderen Weg zum Traumjob: Mit einer Initiativbewerbung macht der oder die Jobsuchende selbst den ersten Schritt und bewirbt sich gezielt bei seiner oder ihrer Wunschfirma, ohne dass eine konkrete Stelle ausgeschrieben ist. Das kann sich lohnen, denn Schätzungen zufolge werden bis zu 70 Prozent aller Stellen gar nicht über eine Ausschreibung, sondern über Beziehungen, Empfehlungen oder Headhunter vergeben. Hier kann man sich aktiv ins Spiel bringen, wie Larissa Müller von der Pflegeberatung compass erklärt: „Mit einer Initiativbewerbung verpasst man keine Stelle in der Wunschfirma und ist beim Bewerbungsprozess ganz vorn mit dabei.“
Gerade bei großen und wachsenden Firmen, in denen häufig Stellen zu besetzen sind oder solche Positionen für geeignete Bewerber und Bewerberinnen sogar neu geschaffen werden, ist diese Vorgehensweise Erfolg versprechend: „Wir freuen uns immer über Initiativbewerbungen“, so Müller. „Sie spiegeln uns, dass die Person Eigeninitiative hat, dass sie sich speziell für unser Unternehmen interessiert und sich bewusst dort bewirbt.“ Dieses bewusste Interesse auch im Anschreiben zu zeigen, erhöht die Erfolgschancen deutlich. Deshalb sollte man sich vorab gut über die angestrebte Firma informieren. „Es ist wichtig, zu schauen, welche Art von Stellen es dort gibt, und die Bewerbung passgenau auf die gewünschte Position auszurichten“, betont die Fachfrau. Auch der vom Unternehmen gewünschte Bewerbungsweg sollte berücksichtigt werden. Etwas Geduld gehört zur Eigeninitiative dazu, aber die kann sich auszahlen. // DJD