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Strandübergang Nebel

Schon mal neben einem Seehund im Strandkorb gesessen? Am Parkplatz Nebel wird dies bald möglich - sein. Denn der Strandübergang hat - ebenso wie der in Süddorf – neue interaktive Infostationen sowie Sitzgelegenheiten bekommen. 414.500 Euro flossen in die Maßnahmen. Die Hälfte davon stammt aus dem Landesprogramm Wirtschaft mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
Ein attraktives Entrée zum Kniepsand will man mit den Umgestaltungen in Nebel wie Süddorf schaffen - und die Gäste durch Infotainment über das Wattenmeer informieren. Denn selbst zehn Jahre nach dessen Anerkennung als Weltnaturerbe sind bei vielen Einheimischen und Urlaubsgästen die Bedeutung dieser Auszeichnung sowie die damit einhergehenden biologischen Werte und Potenziale noch nicht angemessen bekannt.

Maßnahmen wie die Umgestaltungen an den Strandzugängen in Nebel und Süddorf sollen eine Brücke schlagen zwischen dem touristischen Erlebnis sowie den Inhalten und der Bedeutung des Weltnaturerbes Wattenmeer. Der Kniepsand bietet sich hierfür besonders an, weil dieser der Insel vorgelagerte Strand eine wichtige Rolle im Weltnaturerbe spielt: Hier sind dynamische Prozesse erlebbar, die in einem weitgehend ungestörten Naturzustand ablaufen und stellvertretend für das gesamte Wattenmeer zu sehen sind.

Bei den Maßnahmen steht das Thema „Sand“ stellvertretend für die bewegten Sedimente im Weltnaturerbe, während die Themen Seehunde (in Nebel) und Kegelrobben (in Süddorf) auf den besonderen Lebensraum der Tiere des Wattenmeeres abzielen. Noch in der Planung ist in Nebel ein Info-Pavillon mit digitalem und analogem Infosystem sowie Willkommens-Stelen im Eingangsbereich - alles Konstruktionen aus Cortenstahl und Holz. Das Thema „Sand“ und Kniepsand wird durch die Entwicklung von Dünen im Parkplatzbereich sowie durch den Einsatz von Infotafeln und Outdoor-MP3-Playern aufgenommen. Im Zuge der Umgestaltung werden übrigens auch größere Bereiche des Parkplatzes in Nebel für Radfahrer bereitgestellt.

Dem Thema „Seehund“ wird sich auf sehr spielerische Art genähert: In einem Infotainment-Strandkorb können sich die Besucher direkt neben das naturnahe Holzmodell eines Seehunds setzen und Informationen zur Art und Lebensraum lesen, beziehungsweise einem Hörspiel folgen. Wer seinen Strandkorb ungern mit einem Seehund teilt, lässt sich stattdessen auf den Relaxliegen nieder und stimmt sich ganz im eigenen Rhythmus auf den Kniepsand ein.

Text: Silke Kurtz

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