Silke Kurtz

Frühling ist die Zeit des Erwachens und des Rückblicks. Im letzten Jahr hieß es, Abschied von insularen Persönlichkeiten zu nehmen. Inge Haferkorn stand mir sehr nahe und noch immer ist es für mich ein komisches Gefühl nach Föhr zu kommen, ohne dass wir in ihrer Küche einen duftenden Kaffee trinken und ihr leckeres Brot essen. Dankbar erinnere ich mich an die schönen Momente mit diesen einprägsamen Persönlichkeiten. Ein Strandspaziergang, ein Streifzug durch die angrenzenden Wiesen und kleinen Wäldchen ist das, was mich jetzt berührt. Dieser würzige Duft der Tannen und Kiefern, deren Nadeln sich großartig als kulinarisches Topping verwenden lassen. Alles Essbare aus der Natur fasziniert mich. In dieser Ausgabe des inselmagazins haben wir ein paar Rezeptideen mit „wilden“ Ingredienzien zusammengestellt. Das sind meine Favoriten im Heft. Viel Spaß beim Ausprobieren dieser spannenden, schmackhaften Ideen!
Annette Keisat

Die Inseln sind ein Ort, der manchmal aus dem übrigen Weltgeschehen herausgelöst zu sein scheint. Wie fragil dessen Schönheit ist, wurde mir ein weiteres Mal bei meinem Ausflug mit Dieter Risse bewusst, den wir in diesem Heft vorstellen. Die vom Verein Elmeere renaturierten Föhrer Flächen werden schon bald wieder in bunten Farben erstrahlen und zahlreiche Lebewesen anlocken, so auch die Formationen teils tausender Zugvögel wie der Knutts in der Godelniederung. Die Elemente täglich mit allen Sinnen wahrzunehmen, indem ich kein Auto benutze, mal einen Tag schweigen in Amrums schier unendlicher Weite; Vorfreude auf Barfußlaufen und das erste Bad im Meer gehören zu den Privilegien einer Insulanerin, die für mich nie selbstverständlich sind. Wofür sind Sie dankbar?
Nicole Nungässer

Meine größte Freude im Frühling, wenn die Tage länger werden! Wildes Vogelgezwitscher weckt mich früh morgens und treibt mich gut gelaunt aus dem Bett. Mich an einer Tasse Kaffee im Garten erfreuen, wenn die ersten Sonnenstrahlen mein Gesicht wärmen. Nach den langen, dunklen Wintertagen treibt es mich nach draußen und meinen erwachenden Aktionismus nutze ich, um meinen Garten und die Inseln in ihrer Vielfältigkeit zu erkunden: Lange Spaziergänge, an meiner Seite mein Hund, durch den Wald, am Deich, am Hundestrand oder durch die Marsch. Kleine Pausen in den wieder erwachenden Inselwelten genießen – Sonne tanken, Cappuccino oder Sundowner – ein Hoch auf den Frühling! Meine To-dos in diesem Frühjahr: „Stand up Paddling“ eine Chance geben, durch neue Ausstellungen schlendern und die renovierten Räumlichkeiten des Kinos bei einem Film kennenlernen.
Pauline Petersen

Endlich Frühling! Ich freue mich auf wärmere Temperaturen, längere und hellere Tage, bunte Farben, einen blauen Himmel und die Sonne – so die optimistische Traumvorstellung. Die Inseln werden wieder lebendiger und es ist an der Zeit, die freien Stunden vorzugsweise nach draußen zu verlagern. Die ersten Outdoor-Veranstaltungen, Radtouren über die Inseln mit Picknick, ein Kaltgetränk im Sand sowie einzigartige Sonnenuntergänge (mein Favorit: Utersum am Deich) stehen in dieser Jahreszeit gerne auf meiner To-do-Liste. Zudem habe ich mir fest vorgenommen, die hiesigen Wochen- und Dorfmärkte häufiger zu besuchen. Und um die Arbeitszeit im Frühjahr und Sommer zu versüßen, gibt es einen Iced Coffee, frische Blümchen und die Mittagspause am Strand in der Sonne. Vielleicht wage ich diesmal ja sogar vor Sommerbeginn den Sprung in die Nordsee, wer weiß.