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Hundefriseursalon "Pfötchenglanz" in Tolk: Wie Gaby Fredersdorf einen neuen Weg als Hundefriseurin einschlug

Gaby Fredersdorf eröffnete ihren eigenen Hundesalon „Pfötchenglanz“ in Tolk. FOTO: METTE ANDRESEN

"Manchmal muss man einfach losgehen, um seine Ziele und Träume zu verwirklichen."

Es ist nie zu spät, einen neuen Weg zu gehen: Gaby Fredersdorf eröffnete mit 49 Jahren ihren eigenen Hundefriseursalon „Pfötchenglanz“ in Tolk. Nun möchte sie anderen Mut machen, ebenfalls ihre Träume zu verwirklichen. 

Gaby Fredersdorf blickt auf 26 Jahre im Einzelhandel zurück. Doch irgendwann war für sie „die Luft raus“, und ein Bürojob kam nicht infrage, wie die 49-Jährige erzählt. Die Idee, sich als Hundefriseurin selbstständig zu machen, entstand spontan auf einer Geburtstagsfeier - doch sie ließ die Hundehalterin nicht mehr los. Daraufhin besuchte sie eine Hundesschnittschule in Trittau und spürte bereits nach wenigen Minuten: „Das ist es, was ich machen möchte!“

„Dafür habe ich jeden Cent zusammengekratzt“, erzählt sie über die Selbstfinanzierung ihrer Ausbildung zur zertifizierten Hundefriseurin. Eine Selbstständigkeit war damals nicht geplant. „Die Türen haben sich beim Losgehen geöffnet“, sagt Sie heute. „Ich bin, wie viele andere, ein Sicherheitsmensch. Aber wenn man nicht anfängt, mutig zu sein, bleibt man dort stehen, wo man war.“ 

Fredersdorf stand dabei nicht nur vor finanziellen Herausforderungen: Ursprünglich sollte sie einen Salon in Wees übernehmen, doch das Angebot wurde zurückgezogen. „Als ich die Absage bekam, brach eine Welt für mich zusammen“, erinnert sie sich. Dennoch ließ sie sich nicht entmutigen und suchte weiter nach einer passenden Gewerbefläche. 

Schließlich wurde sie bei alten Bekannten fündig und wurde in der ehemaligen Bäckerei Rosin mit einem überraschten „Gaby, was machst du denn hier?“ begrüßt. Hier absolvierte Fredersdorf ihre Ausbildung. Rückblickend ist sie dankbar für die Absage aus Wees. „Jetzt habe ich es viel schöner, und der Salon ist mein eigener“, sagt die Inhaberin stolz. 

Am ersten Mai dieses Jahres konnte Fredersdorf ihren Salon eröffnen. Die Veränderung hat das Leben der Hundefriseurin bereichert. „Der Salon ist jetzt mein Leben. Ich genieße den Kontakt zu Menschen und Hunden und habe noch nie so viel Wertschätzung für meine Arbeit erfahren“, schwärmt Fredersdorf von ihrer Selbstständigkeit. 

Das Angebot wird gut angenommen. „Ich hatte noch gar nicht eröffnet, da war mein Kalender für die ersten sechs Wochen schon voll“, berichtet Fredersdorf. Trotz des positiven Feedbacks, besonders für ihren einfühlsamen Umgang mit den Hunden, möchte sie sich weiterentwickeln und besucht monatlich Fortbildungen. Entschlossen, ihre Selbstständigkeit auszubauen, sagt sie mit einem Lächeln: „Ich bin nicht aufzuhalten!“ Noch viele Ideen warten darauf, umgesetzt zu werden. So plant sie etwa, mit ätherischen Ölen zu arbeiten, um den Stress der Hunde beim Friseurbesuch zu lindern. Zudem nimmt sie an einem Seminar für Hundemassagen mit diesen Ölen teil.

Heute weiß Gaby Fredersdorf: Es ist nie zu spät für Veränderungen. „Ich hätte nie gedacht, dass es so etwas wirklich gibt, aber ich habe meine Berufung gefunden. Manchmal muss man einfach losgehen, um seine Ziele und Träume zu verwirklichen.“ Mit diesen Worten möchte sie all jenen Mut machen, die noch zögern, neue Wege zu gehen.

// Text: Mette Andresen

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