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UKSH Akademie: Lernen, damit andere leben

Am UKSH arbeiten mehr als 6 500 Pflegekräfte auf den Stationen und im Funktionsdienst. Foto: UKSH

Von der einjährigen Ausbildung in Krankenpflegehilfe bis zu hochspezialisierten Fort- und Weiterbildungen in Intensiv- oder Palliativpflege und medizintechnischen Berufen

Das UKSH mit seinen Campi Kiel und Lübeck bietet nahezu ideale Voraussetzungen, um diesen Anspruch Wirklichkeit werden zu lassen. Dank der UKSH Akademie und ihres auf so gut wie alle Bedürfnisse zugeschnittenen Aus- und Weiterbildungsangebots machen sich jedes Jahr etwa 3000 Mitarbeitende des UKSH und anderer Einrichtungen schlauer, damit es den Patientinnen und Patienten stetig besser geht. Abgesehen vom ärztlichen Bereich, für den es ein eigenes System zur Aus-, Fort- und Weiterbildung gibt, umfassen die Zielgruppen der Akademie alle weiteren Einheiten, die mit der Arbeit für Patientinnen und Patienten zu tun haben. Das reicht von der einjährigen Ausbildung in Krankenpflegehilfe bis zu hochspezialisierten Fort- und Weiterbildungen in Intensiv- oder Palliativpflege und medizintechnischen Berufen. Nicht zuletzt wegen dieser Vielfalt - und wegen der fachlichen Qualität - gehört die UKSH Akademie nach Auswertung von Focus Money regelmäßig zu den besten Weiterbildungsanbietern in Deutschland. Die Angebote sind dabei in Lübeck und Kiel nahezu identisch, lediglich für kleine Zielgruppen laufen Kurse teils nur an einem Ort. 

Neubau auf Campus Kiel macht Ausbildung noch attraktiver

Noch leistungsfähiger werden dürfte die Akademie, deren Angebote überwiegend berufsbegleitend sind, in näherer Zukunft speziell in Kiel. Bisher ist die Einrichtung auf den Hauptsitz am Schlossplatz und zwei weitere Standorte verteilt, ein Neubau unmittelbar auf dem Campus Kiel ist in Planung und soll 2028 fertiggestellt sein. 

„Damit wollen wir pflegerische Berufe auch von den baulichen Bedingungen her attraktiver machen“, sagt Anja Moderegger, die für die pädagogische Gesamtleitung der UKSH Akademie verantwortlich ist. Klar ist zudem, dass im Neubau die Hardware für Digitalisierung auf modernstem Stand sein wird. 

Schon jetzt kann sich die Weiterbildung des UKSH in Kiel und Lübeck in digitaler Hinsicht mehr als sehen lassen. „Sehr hilfreich“ ist laut der kaufmännischen Geschäftsführerin Anja Vollack ein sechsstelliger Betrag, der aus dem Digitalpakt des Bundes für den Ausbau der Technik für die Pflegeausbildung floss. Genauso wichtig ist aus ihrer Sicht die digitale Kompetenz der Lehrenden. Das große Plus: Die Fachleute kommen aus der Akademie und sind darauf spezialisiert, digital zu lehren und digitale Elemente praxisnah in die Ausbildung einzubeziehen. 

Ausbildung am UKSH ist dabei nach wie vor gefragt. Die Bewerbungslage für die 720 Ausbildungsplätze in Lübeck und Kiel in der Pflege ist gegen den Trend in anderen Häusern konstant. „Die Anzahl der Bewerbungen aus Staaten außerhalb der EU nimmt zu“, sagt Anja Moderegger. Viele angehende Pflegekräfte kommen demnach aus Nordafrika oder aus Ländern wie Iran oder Irak. Das UKSH heißt die Neuen aus den Drittstaaten ausdrücklich willkommen - und geht auf ihre Bedürfnisse ein. Wohnraum finden, Sprachkenntnisse erweitern, Heimweh überwinden, das sind Anliegen, bei denen nicht zuletzt mit dem Ausbau der Sozialarbeit Unterstützung geleistet wird. Wie stark sich das Gesundheitssystem im Lauf der Zeit verändert hat, zeigt sich auch an einem Jubiläum. Dieses Jahr feierte das UKSH 50 Jahre pflegerische Ausbildung am Standort Kiel. Gelehrt wurde das Handwerk laut der Leiterin der Pflegeschule Gabriele Becker-Jensen von der UKSH Akademie zwar auch schon vor 1974, das jedoch überwiegend in der Praxis und mit weniger Theorie. 

Dass Aus- und Fortbildung immer höheren Stellenwert gewinnen, spiegelt die Entwicklung der Medizin wider. Die wird gerade bei einem Maximalversorger wie dem UKSH immer komplexer und technisch anspruchsvoller - und braucht deshalb Fachkräfte, die sich ihrerseits nicht nur mit dem Gelernten von gestern, sondern auch mit dem Wissen von heute einbringen. Das mag manchmal anstrengend sein, lohnt sich aber nicht zuletzt mit Blick auf die Menschen in den Krankenzimmern: Nie waren die Aussichten, selbst von schweren Krankheiten zu genesen oder sie lange Zeit bei guter Lebensqualität zu überstehen, größer als heute.

Martin Geist

Weitere  Informationen: www.uksh.de/akademie

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