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Optimierte Klangerlebnisse

Ein Hörgerät kann die Freude an Musik zurückbringen - wenn sich das Gehirn an die neuen Signale gewöhnt hat, die es dadurch empfängt. Foto: Franziska Gabbert/dpa-mag

Trotz Hörschwäche Musik genießen

Wer Musik liebt, für den bedeutet es großen Frust, wenn sich eine Hörschwäche anbahnt - und die Freude an den Lieblingssongs nach und nach schluckt. Wer allerdings hofft, dass ein Hörgerät die Musik sofort wieder klingen lässt wie früher, der wird meist enttäuscht. „Das Gehirn muss erst wieder lernen, die vielen Signale einzuordnen, die es dank Hörsystem plötzlich wieder empfängt“, so Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker.
Musik zum Beispiel klingt mit Hörsystem oft deutlich lauter als man sie in Erinnerung hat. Und ungewohnt, vielleicht befremdlich. „Es hilft, das Hörsystem von Anfang an selbstverständlich im Alltag zu tragen“, so Marianne Frickel. „Dadurch setzt eine Gewöhnung ein und der Hörgenuss kommt schneller wieder.“

Dabei kommt es auch auf die Einstellung der Hörhilfe an. Denn das Gerät wird in erster Linie so eingestellt, dass man Gesprochenes gut versteht. „Beim Musikhören führt diese Einstellung allerdings nicht immer zum optimalen Klangerlebnis“, so Marianne Frickel.
Aber: Im Hörsystem können Fachleute in aller Regel ein Programm einrichten, das das meiste aus der Musik rausholt. Laut Hörakustikerin Frickel verstärkt so ein Programm die hohen Frequenzen, sodass zum Beispiel Geigen und Flöten besser zur Geltung kommen.
Allerdings drohen bei den Programmen Rückkoppelungen. Um das zu vermeiden, rät Marianne Frickel zu speziellen Ohrpasstücken, die mit feinen Löchern versehen sind. Sie können von Fachleuten individuell angefertigt werden.

dpa/tmn


Pflegetipps für das Hörgerät

 Was genau bei der Reinigung des eigenen Hörgeräts wichtig ist, kann sich von Bauart zu Bauart unterscheiden. Es gibt aber Regeln, die für jedes Gerät gelten: Aggressive Reinigungsmittel oder Alkohol sind zum Beispiel tabu.
„Oft reicht es, die vom Hörer getrennten Ohrpassstücke oder das Hörgeräte-Schirmchen unter fließendem Wasser mit etwas Spülmittel zu reinigen“, sagt Michael E. Deeg, Facharzt für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in Freiburg. Wichtig: Beide Teile müssen gut trocknen. Dafür gibt es spezielle Boxen.

Vorsicht mit Haarspray

Ebenfalls regelmäßig zu reinigen oder alternativ auszuwechseln ist der Cerumenfilter, der sich in jedem Hörgerät befindet. Cerumen - so heißt in der Medizin der Ohrenschmalz. Wer sich fürs Reinigen des Filters entscheidet, sollte ihn mit Wasser säubern. Nach einem gründlichen Abtrocknen ist er wieder einsetzbar.
Ein Tipp, der komplizierten Reinigungsaktionen und noch größeren Problemen vorbeugen kann: beim Benutzen von Haarspray das Hörgerät kurz ablegen. Denn das Kosmetikprodukt kann den Mikrofoneingang verstopfen und verkleben. Dasselbe gilt für Gesichtscreme - auch sie trägt man am besten nicht auf, wenn man gerade ein Hörgerät trägt. 

dpa-mag 

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