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Es ist soooo warm...

Ist es heiß, bekommen wir dicke Füße, verschwitzte Haut und fühlen uns ausgelaugt. Was Hitze mit dem Körper macht und wie man mit den Risiken am besten umgeht.

Fotos: Antoniodiaz/Stock.Adobe.com
Fotos: Antoniodiaz/Stock.Adobe.com

In die 37 Grad diese - Kerntemperatur hat der menschliche Körper normalerweise. Doch äußere Einflüsse wie Hitze und Kälte können die Körpertemperatur beeinflussen. Damit wir nicht überhitzen, nutzen wir verschiedene Mechanismen der Abkühlung.

„Bei weniger hohen Temperaturen spielt der Wärmeverlust durch Strahlung und Konvektion eine große Rolle“, sagt Ralf Brandes. Er ist Generalsekretär der Deutschen Physiologischen Gesellschaft (DPG) und Professor für Physiologie an der Goethe-Universität Frankfurt/ Main. Dabei wird Körperwärme über elektromagnetische Wellen an die Umwelt abgegeben beziehungsweise vom Körper erwärmte Umgebungsluft „weggeblasen“.

Je wärmer die Umgebungsluft, umso weniger effektiv sind diese Mechanismen jedoch. Dann wird geschwitzt. Bis zu zwei Liter Schweiß könne der menschliche Körper pro Stunde verlieren, sagt Nadine Lenz. Sie ist Koordinatorin der Projektgruppe Klimawandel und Gesundheit im Bundesinstitut für öffentliche Gesundheit (BIÖG). Beim Schwitzen entsteht Verdunstungskälte, es reguliert die Temperatur. Um die Körpertemperatur konstant niedrig zu halten, wird außerdem warmes Blut aus dem Zentrum in die Extremitäten gebracht. Hände, Füße und Gesicht werden damit stärker durchblutet, „wobei häufig auch mehr Wasser ins Gewebe abgepresst wird“, sagt Ralf Brandes. Die Folge können dicke Füße oder Finger sein.

Woran erkenne ich, dass die Hitze meinem Körper gefährlich wird?

Schwindel, Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Benommenheit sind laut Nadine Lenz typische Symptome für eine zu hohe Hitzebelastung. Auch starke Blässe oder Gesichtsröte, Übelkeit, Kurzatmigkeit, Unruhe Muskelschmerzen seien oder im Zusammenhang mit Hitze als Warnsignal zu sehen. Viele dieser Beschwerden hängen mit dem Flüssigkeitsverlust zusammen, der beim Schwitzen entsteht. „Wenn ich nicht ausreichend trinke, bedeutet das im Umkehrschluss, dass mein Blut immer konzentrierter wird“, sagt Ralf Brandes. Schlimmstenfalls geht es SO weit, dass der Blutdruck absinkt und die Blutkörperchen beginnen, sich aneinander zu heften. „Das wäre dann eine sehr bedrohliche Situation, die einen Hitzschlag darstellen würde“, sagt der Mediziner. Er empfiehlt daher, vor allem darauf zu achten, ob man Durst bekommt. Dies sei in der Regel eine der ersten Reaktionen des Körpers auf große Hitze. Allerdings bekommen manche Menschen kein Durstgefühl, etwa aufgrund von Medikamenten. Oder kleine Kinder können es nicht artikulieren. „Man merkt eine drohende Dehydrierung daran, dass der Mund trocken wird, das Herz sehr schnell schlägt und die Haut sich sehr trocken und warm anfühlt“, sagt Brandes. Lebensbedrohlich wird Hitze dann, wenn die Körpertemperatur über 42 Grad ansteigt. Übrigens: Eine Hitzebelastung muss nicht zwingend mit direkter Sonneneinstrahlung einhergehen. „Das kann einem auch in der Sauna passieren“, sagt der Professor.

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Wie kann man sich vor Hitze schützen?

Um der Hitze entgegenzuwirken, braucht der Körper Flüssigkeit. Doch nicht nur die sollte man an heißen Tagen ausreichend nachlegen. Mit dem Schweiß verliert der Körper schließlich nicht nur Wasser, sondern auch Salze. Pro Liter Körperwasser sind das etwa 9 Gramm. Mineralwasser und Co. enthalten meist aber weniger als 1 Gramm Salze pro Liter, reichen also nicht aus, um ausreichend nachzufüllen. Wer aufgrund des Schwitzens Salzhunger verspüre, solle diesem ruhig nachgeben, rät Brandes. Um den Körper abzukühlen, könne man auch Wassersprays, feuchte Umschläge oder ein kühles Fußbad nutzen. Körperliche Aktivitäten sollten, wenn möglich, in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt und auch die Wohnung sollte möglichst kühl gehalten werden.
// Anke Dankers/dpa


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