Über Beschwerden wie Inkontinenz, Senkungen oder Beckenbodenprobleme zu sprechen, fällt vielen Frauen schwer. Dabei sind diese Themen häufig behandelbar und eng mit Lebensqualität verbunden. In der Frauenklinik der Klinik Preetz möchte das Team um Chefärztin Dr. Sünje Keden dafür sensibilisieren: Beschwerden nicht lange auszuhalten, sondern sich frühzeitig anzuvertrauen.
Wenn die Ärztinnen von ihrer Arbeit berichten, wird deutlich, wie viel Erfahrung, Offenheit und Engagement hier zusammenkommen. Frauengesundheit bedeutet nicht nur moderne Medizin, sondern auch einen geschützten Raum für Fragen, Unsicherheiten und persönliche Themen. Manche Patientinnen vermeiden Sport, Ausflüge oder längere Wege und nehmen Einschränkungen hin, die ihre Lebensqualität mindern. "Wir möchten Frauen ermutigen, diese Themen anzusprechen", sagt Dr. Keden. "Sehr häufig können wir helfen. Wichtig ist, dass jede Patientin individuell beraten wird."



Ein besonderer Schwerpunkt liegt in der Urogynäkologie, also der Behandlung von Beckenbodenschwäche, Senkungen und Inkontinenz. Beschwerden in diesem Bereich können Frauen in unterschiedlichen Lebensphasen betreffen, etwa nach Geburten, durch Bindegewebsschwäche, hormonelle Veränderungen oder Übergewicht.
Die Folgen reichen von einem Druckgefühl bis hin zu ungewolltem Urinverlust oder Einschränkungen im Alltag. In der Klinik Preetz treffen Patientinnen auf ein erfahrenes Team. Neben Dr. Sünje Keden bringt auch Johanna Ranuschewitz, die seit dem 1. Dezember 2024 als leitende Oberärztin in der Klinik Preetz tätig ist, langjährige Erfahrung in der Urogynäkologie ein. Gemeinsam mit Oberärztin Dr. Maike Turminski und dem gesamten Team steht sie für Medizin, die fachlich präzise ist und die persönliche Situation jeder Patientin ernst nimmt.
Am Anfang stehen eine gründliche Diagnostik und ein verständliches Gespräch. Nicht jede Beschwerde muss operiert werden. Häufig können Beckenbodentraining, Pessartherapie oder Medikamente bereits eine deutliche Verbesserung erreichen. Wenn ein Eingriff sinnvoll ist, werden moderne Verfahren gemeinsam besprochen.
Auch im operativen Bereich ist die Frauenklinik gut aufgestellt. Durch das ambulante Operationszentrum, kurz AOZ, wurden die Abläufe für geplante Eingriffe gestärkt. Größere stationäre Operationen können zudem als Same Day Surgery erfolgen. Voruntersuchungen und Aufklärungsgespräche finden meist vorab ambulant statt, die Aufnahme erfolgt erst am Operationstag. Das sorgt für Planbarkeit und einen gut organisierten Behandlungsweg.
Zur modernen gynäkologischen Versorgung in Preetz gehören außerdem schonende Verfahren wie Spiegelungen der Gebärmutterhöhle und der Bauchhöhle sowie die Behandlung starker Regelblutungen mit dem sogenannten Goldnetz.
Text + Fotos: Klinik Preetz
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