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Fußball-Europameisterschaft 2024: Vom Angeberwissen bis zum Topfavoriten

Fotos: Shutterstock; Montage: B. Schmidt

Die Geschichte der deutschen Nationalmannschaften bei den Fußball-Europameisterschaften hat sowie Triumphe, als auch Tragödien und Tristesse zu bieten.

Triumphe, Tragödien, Tristesse - die Geschichte der deutschen Nationalmannschaften bei den Fußball-Europameisterschaften hat alles zu bieten. 1972, 1980 und 1996 gewann das DFB-Team den Titel, 1976 und 2008 verloren die Deutschen das Finale. Doch es gab auch das blamable Vorrunden-Aus 1984, 2000 und 2004 sowie die verpasste Qualifikation für das Turnier 1968.
Vom 14. Juni bis zum 14. Juli richtet die Bundesrepublik nun zum zweiten Mal nach 1988 die EM aus. Es ist die 17. Austragung des Kontinental-Turniers, das am Freitag, 14. Juni, ab 21 Uhr in München mit der Partie des Gastgebers gegen Schottland eröffnet wird. Vom Angeberwissen bis zum Spielplan hier der Wegweiser - durch die Heim-EM:
Modus: Es gibt sechs Gruppen mit je vier Teams. Die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe sowie die vier besten Gruppendritten ziehen ins Achtelfinale ein. Für die Gruppendritten wird eine Tabelle erstellt. Dort gelten die höhere Punktzahl, die bessere Tordifferenz, die größere Anzahl erzielter Tore, die größere Anzahl an Siegen, die Fair-Play-Wertung und zuletzt die Wertung in der EM-Qualifikation. 

Spielplan: Das Eröffnungsspiel wird am 14. Juni um 21 in der Münchner Allianz-Arena angepfiffen, das Endspiel steigt am 14. Juli ab 21 Uhr im Berliner Olympiastadion. Es wird insgesamt 51 Spiele geben. Die Gruppenphase endet am 26. Juni. Nach der Vorrunde geht es mit dem Achtelfinale (29. Juni bis 2. Juli), dem Viertelfinale (5. bis 6. Juli), dem Halbfinale (9. bis 10. Juli) und dem Endspiel (14. Juli) weiter. Die Spiele werden um 15 Uhr, 18 Uhr und 21 Uhr angepfiffen.
Teilnehmer: Mit dabei sind Deutschland, Schottland, Ungarn, Schweiz (Gruppe A); Spanien, Kroatien, Italien, Albanien (Gruppe B); Slowenien, Dänemark, Serbien, England (Gruppe C); Polen, Niederlande, Österreich, Frankreich (Gruppe D); Belgien, Slowakei, Rumänien, Ukraine (Gruppe E); Türkei, Georgien, Portugal, Tschechien (Gruppe F).
Austragungsorte: Berlin Köln, Dortmund, Düsseldorf, Frankfurt, Gelsenkirchen, Stuttgart, Hamburg, München, Leipzig. 

Spiele in Hamburg: Im Hamburger Volksparkstadion werden fünf Partien ausgetragen - und zwar die Spiele Polen gegen Niederlande (16. Juni, 15 Uhr); Kroatien gegen Albanien (19. Juni, 15 Uhr), Georgien gegen Tschechien (22. Juni, 15 Uhr), Tschechien gegen Türkei (26. Juni, 21 Uhr) sowie ein Viertelfinale (5. Juli, 21 Uhr).
Maskottchen mit Hose: Das Maskottchen der EM ist ein Bär und hört auf den Namen „Albärt“. Kleines Detail am Rande: Der Bär hat eine Hose. Bei der Heim-WM 2006 gab es nämlich reichlich Spott für den hosenlosen Löwen „Goleo“. 

Die deutschen Spiele: Deutschland trifft in der Vorrunde auf Schottland (Freitag, 14. Juni, 21 Uhr),
Ungarn (Mittwoch, 19. Juni, 18 Uhr) und die Schweiz (Sonntag, 23. Juni, 21 Uhr).
EM-Songs: „Fire“ heißt der offizielle UEFA-Song zur EM. Es ist ein elektronisch angehauchter Popsong des italienischen Dance-Trios Meduza. Gesungen wird das Lied von der US-Band One-Republic und der deutschen Sängerin Leony. Auch die TV-Sender gehen wieder mit EMSongs ins Rennen. Für die ARD soll Mark Forster mit „Wenn du mich rufst“ die Zuschauer in EM-Stimmung bringen. Die Single„Glaubst du“ des Indie-Rock-Quartetts Provinz ist im ZDF zu hören. „Komm schon!“ von Tim Bendzko ist der EM-Song von Magenta TV.

Favoriten und deren Topstars: Top-Favorit auf den Titel ist der aktuelle Vize-Weltmeister Frankreich mit Superstar Kylian Mbappé. Das waren die Franzosen allerdings auch 2021 - und scheiterten damals im Achtelfinale sensationell an der Schweiz. In Normalform ist Frankreich nur schwer zu schlagen.
Gute Chancen werden außerdem dem aktuellen Vizeeuropameister England eingeräumt. Die Engländer sind vor allem in der Offensive mit Jude Bellingham, Harry Kane und Phil Foden außergewöhnlich gut besetzt. Gegen die Engländer spricht vor allem, dass es wohl keine Nation so gut beherrscht, im entscheidenden Moment zu versagen (bevorzugt im Elfmeterschießen).

Auch den spielstarken Spaniern mit den Mittelfeldtopstars Rodri, Pedri und Leipzigs Dani Olmo sowie Jungstar Lamine Yamal und vor allem den Portugiesen ist einiges zuzutrauen. Gerade Portugal ist von vorne bis hinten herausragend besetzt.
sCristiano Ronaldo ist zwar noch dabei, herausragend sind allerdings andere Akteure wie Ruben Dias, Bernardo Silva und Bruno Fernandes. Titelverteidiger Italien dürfte diesmal keine Chance auf den Titel haben.
Die deutschen Aussichten: Deutschland ist eine der Wundertüten bei der Europameisterschaft. Nach den Siegen gegen Frankreich und den Niederlanden bei den Testspielen im März erscheint die Lage zumindest nicht mehr hoffnungslos. Doch für den Titel müsste wirklich alles optimal laufen. Es hat schließlich seine Gründe, dass das DFB seit dem Halbfinale bei der EM 2016 nichts mehr bei großen Turnieren gerissen hat. Andere Nationen sind schlicht und einfach besser. Von daher wäre schon der Einzug ins Halbfinale ein großer Erfolg, auch das Viertelfinale wäre in Ordnung. Das Überstehen der Vorrunde ist auf alle Fälle Pflicht. Und auch auf das Auftreten kommt es an. Das war bei den vergangenen Turnieren noch peinlicher als die Ergebnisse.

Lars Zimmermann


FUSSBALL EM 2024

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