Am Ende hat alles bestens geklappt: Langenhorns Gemeindewehrführer Hans-Jürgen Hansen erklärte, dass die Freiwillige Feuerwehr Mönkebüll durch das neue Gebäude nach langen Jahren der Planung und vielen intensiven Baubesprechungen gut aufgestellt sei für die Zukunft und damit für die Sicherheit aller Langenhorner Bürgerinnen und Bürger. Den hoch engagierten Kameradinnen und Kameraden wünschte er: „Mögt Ihr stets heil und gesund aus Euren Einsätzen wieder nach Hause kommen!“
Unterstützung aus Kiel
Ohne eine finanzielle Unterstützung aus Kiel ging es jedoch nicht: Ermöglicht wurde der Neubau des modernen Feuerwehr-Gebäudes mit einem Veranstaltungsraum für die Dorfgemeinschaft auch durch eine Förderung des Landes Schleswig-Holstein. Das Land unterstützt das Projekt im Rahmen der Ortskernentwicklung mit 750.000 Euro aus Mitteln der gemeinsam mit dem Bund finanzierten „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK). Bewilligungsbehörde ist das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR). Die Gesamtkosten betragen rund 1,7 Millionen Euro, wie das Innenministerium im Förderbescheid mitteilte. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben sich hier zusammengetan und ein tolles Konzept für ihren Ort entwickelt. Sie haben sich Gedanken darüber gemacht, wie sie ihre Heimat zukunftsfähig und lebenswert gestalten und die dörfliche Gemeinschaft stärken können. Dieses tolle und beispielhafte Engagement unterstützen wir mit unserem Förderprogramm sehr gerne“, sagte Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack bei der Förderbescheidsübergabe.
Vor Ort konnten sich alle Interessierten vom sehr gelungenen Bau während der Übergabe überzeugen. Das Feuerwehrhaus ist ein kompaktes Gebäude, das vor allem mit kurzen Wegen überzeugen kann und das neben der Fahrzeughalle über nach Geschlechtern trennbare Umkleideräume, Sanitäranlagen, einen Schulungsraum und ein Büro verfügt. Weil immer mehr Frauen in die Feuerwehr gehen, sind schon seit längerer Zeit getrennte Räumlichkeiten vorgesehen. Ein Highlight ist der integrierte Dorfgemeinschaftsraum mit Küchenzeile. Der schöne Saal bietet Sitzplätze für ca. 50 Personen. Ganz besonders klasse: Die großzügig gestaltetenen Fensterfronten lassen einen uneingeschränkten Blick ins Grüne zu. Der Wert des Raumes wird dadurch gesteigert. Toll für die Bürger: Die neuen Räumlichkeiten können für Gemeindeveranstaltungen wie Seniorennachmittage oder auch besondere Einzelveranstaltungen wie Weihnachtsfeiern, Jubiläen, Treffen einzelner Begegnungsgruppen genutzt werden.


Rückblick
Die Gemeinde hat unter intensiver Beteiligung der Bevölkerung und betroffener Akteure ein Ortskernentwicklungskonzept erarbeitet, bei dem der Schwerpunkt auf den Themen soziale Infrastruktur und Dorfgemeinschaft, Verkehr und Mobilität und erneuerbare Energien lag. Die Gemeinde plante in der Folge im Ortsteil Mönkebüll auf Grundlage des Ortkernentwicklungskonzeptes ein neues Feuerwehrgerätehaus mit einem Veranstaltungsraum für die Dorfgemeinschaft. Hier können nun auch örtliche und überörtliche Vereine und Verbände aus dem Kooperationsraum Bargum, Lütjenholm und Ockholm barrierefrei zusammenkommen können.
Eine räumliche Verknüpfung vieler Interessen in einem Guss wurde Realität. Direkt am südlichen Ortsrand an der Grundstücksgrenze zum Autohaus Hunecke an der B5 steht nun die neue Rettungswache. Sie steht dort richtig, um die Zeiten für die Fahrten zu den Einsatzstellen im westlichen Teil der Region zu verkürzen. „Doch Analysen haben gezeigt, dass unsere Rettungswache in Högel aufgrund des ständig zunehmenden Straßenverkehrs und aus diversen weiteren Gründen nicht mehr in der Lage war, diese Hilfsfrist jedes Mal zuverlässig einzuhalten. Mit der neuen, verkehrsgünstig gelegenen Rettungswache in Mönkebüll können wir nun bald die Bereiche in der Mitte, im Norden und Westen des Kreises einschließlich Bredstedt, Enge-Sande, Leck und den Kögen deutlich schneller erreichen“, sagte Landrat Florian Lorenzen schon beim Dichtfest. pre