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Erfolgreicher Storchennest-Umzug in Ellerdorf: Ein neues Zuhause für Adebar

Iris Brücker (Ellerdorfer Jägerschaft) und Torben Speck (Weißstorch Ellerdorf) waren die Organisatoren des Aktionstags Storchennest Ellerdorf. Foto: Frank Afflerbach

Der Weißstorch hat ein neues Zuhause auf einem 10 Meter hohen Mast gefunden, nachdem das alte Nest auf einem maroden Schornstein weichen musste. Das Projekt wurde mit viel Unterstützung realisiert.

Über viele Jahrzehnte hinweg ist den Ellerdorfern ihr Storchennest auf dem alten Schornstein der ehemaligen Meierei ins Herz gewachsen. Doch leider ist der Schornstein im Laufe der Zeit marode geworden und musste aus Sicherheitsgründen weichen, und mit ihm natürlich auch das Storchennest. Da die Ellerdorfer aber sehr an ihrem Storch hängen (leider hat er immer noch keinen Namen), musste also schnell eine Lösung und somit ein neuer Platz für das große Nest gefunden werden. Hier kam die Idee auf, dass das Nest nur ein paar Meter versetzt werden muss, denn direkt gegenüber dem alten Standort ist eine freie Fläche, die der Gemeinde gehört. Hier wurde nach einigen bürokratischen Hindernissen noch im Januar, bevor der Weißstorch zurückkehrte, ein etwa zehn Meter hoher Mast aufgestellt.

Unternehmen aus der Region

In seiner Begrüßungsrede bedankte sich Torben Speck, der Vorsitzende des Vereins „Weißstorch Ellerdorf“, bei allen Bürgern sowie bei zwei Großspendern, die diese Aktion erst ermöglicht haben. Aber auch aus der Amtsstadt Nortorf kam Hilfe, die gerne angenommen wurde. „Dank einer guten Nachbarschaft zur Feuerwehr in Nortorf unterstützte die Freiwillige Wehr uns mit ihrer Drehleiter beim Demontieren sowie beim Montieren des Nestes“, erläuterte Torben Speck.

Der Mast sowie die Aufstellungsarbeiten wurden durch eine großzügige Spende von der VR Bank Schleswig-Mittelholstein unterstützt. „Der VR Bank Schleswig-Mittelholstein ist der Naturschutz sehr wichtig und so fördern wir gerne solche Projekte in unserem Geschäftsgebiet“, so Wiebke Heeschen von der VR Bank. „Auch finde ich es sehr schön, dass die Störche, die ja schon seit vielen Generationen ins Landschaftsbild von Schleswig-Holstein gehören, regelmäßig in unser Bundesland kommen, um hier ihren Nachwuchs aufzuziehen“, so Heeschen weiter.

Ein weiterer Gast des Tages war der Weißstorch-Gebietsbetreuer des Kreises Rendsburg-Eckernförde, Jürgen Lustig. Er zeigte sich sehr zufrieden mit dem neugewählten Standort und hofft, dass der Storch dieses Nest auch annimmt. Im Gespräch gab er eine kleine Erklärung zu seinen Schützlingen ab. „Im vergangenen Jahr hatten wir im Kreis Rendsburg-Eckernförde 55 Horstpaare mit 80 Jungstörchen“, so Lustig. „Seit 1971 haben wir für die Gemeinde Ellerdorf einen Nachweis, dass der Storch hier angesiedelt ist“, so der Fachmann vom Nabu weiter.

Ausgerichtet wurde das kleine Fest vom Verein „Weißstorch Ellerdorf“ und der Ellerdorfer Jägerschaft, die auch zugleich unter dem neuen Storchennest eine Insektenblühwiese mitsamt einem neuen Insektenhotel anlegten. Des Weiteren stellte die Gemeinde eine neue überdachte Sitzbank auf dem Areal auf und ermöglicht somit die Beobachtung des Storches bei jeder Witterung.


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