„In meiner Heimatstadt gibt es zwar eine Laufveranstaltung, aber nicht so einen tollen Stadtlauf wie in Elmshorn, wo man von den Zuschauern zu guten Zeiten angetrieben wird.“ Also reist Johannes Großkopf seit Jahren 700 Kilometer aus Schwäbisch Gmünd in Baden-Württemberg an die Krückau und startet beim Stadtlauf.
Wenn er schon mal hier ist, absolviert der 38-Jährige gleich zwei Läufe hintereinander: erst über zehn Kilometer und dann über fünf Kilometer. Dabei ist er sehr erfolgreich: 2019 und 2022 gewann er die zehn Kilometer, 2018 und 2023 die fünf Kilometer
Der Sport ist allerdings nicht das einzige, was den Süddeutschen nach Elmshorn zieht. Er verbindet das Laufen mit einem Familienbesuch: Seine Mutter Martina Bieller-Großkopf leitet seit mehr als zehn Jahren die Seniorenresidenz Johanniter-Haus Lindenpark. Seine dreijährige Tochter Emilia bringt der Sportler dann gleich mit.
Über fünf Kilometer wird Großkopf am 29. September im T-Shirt der Seniorenresidenz starten. Gleich zehn Mitarbeiterinnen der Einrichtung bereiten sich darauf vor, die fünf Kilometer Walking mitzumachen. Über zehn Kilometer wird Großkopf allerdings mit der Startnummer 24 für seinen Heimatverein Sparda-Team Rechberghausen antreten.
London-Marathon in unter zweieinhalb Stunden
Martina Bieller-Großkopf beschreibt ihren Sohn als Bewegungskind. Bereits als Schüler trainierte er mit seinem Vater, als 17-Jähriger nahm er erfolgreich an Wettbewerben teil. Lohn des fast täglichen Trainings: Seinen vierten Marathon beendete er 2023 in London in 2:29 Stunden.
Nebenbei engagierte sich Johannes Großkopf in der Bergwacht auf der Schwäbischen Alb. Die Organisatoren des Stadtlaufs zollen dieser sportlichen Familienbindung in den Süden Anerkennung. Johannes Großkopf ist auf dem Titel des Flyers für den 22. Elmshorner Stadtlauf abgebildet.
jro