Im Stadtteil Einfeld gelegen ist das Dosenmoor das größte regenerierende und noch teilweise erhaltene Hochmoor Schleswig-Holsteins. Der Torfabbau des ehemaligen Torfwerks Hermann Hornung wurde Ende der 1970er Jahre beendet und die Fläche 1981 unter Naturschutz gestellt. Zu jeder Jahreszeit bei jedem Wetter bietet das Naturschutzgebiet ein eindrucksvolles Erlebnis. Flora und Fauna sind einzigartig. Man kann Vögel wie etwa die Bekassine beobachten.
Dieser Vogel mit dem langen Stocherschnabel vollführt bei der Balz waghalsige Sturzflüge, wobei einige Schwanzfedern ein meckerndes Geräusch erzeugen. „Himmelsziege“ wird die Bekassine deshalb auch genannt. Das wieder vernässte Hochmoor ist das am besten erhaltene im Bundesland. Auf dem Bohlenweg neben dem Hauptweg kann man die typischen Regenmoorpflanzen sehen.
Die wurzellosen Torfmoose speichern das Regenwasser, säuern ihre Umgebung an und nehmen die wenigen Nährstoffe auf, so dass nur Spezialisten wie das Wollgras, die Rosmarinheide, das Weiße Schnabelried, der Sonnentau und die Moosbeere in ihrer Umgebung leben können. Der Sonnentau wird als „fleischfressende Pflanze“ bezeichnet, weil er mit seinen klebrigen Fangblättern Insekten festhalten und verdauen kann.
Wenn das Dosenmoor wie mit einem hellen Schleier bedeckt erscheint, trägt das Wollgras weiße Fruchtstände, seine Blüten sind jedoch grün und daher leicht zu übersehen. Die Besucher sollten sich ein bisschen Zeit nehmen. Sie können Amphibien beobachten wie Mooreidechse, Blindschleiche, Ringelnatter oder Kreuzotter. Man sollte auf den Wegen bleiben, um den Lebensraum nicht zu zerstören. Im Info-Zentrum Dosenmoor kann man zweistündige Führungen buchen. Festes Schuhwerk oder Gummistiefel sind notwendig und Hunde und Zigaretten dürfen nicht mitgebracht werden. noa