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Eine schöne Trauerrede erinnert und tröstet

Im Zentrum von Abschieds- oder Trauerreden sollte in der Regel das Leben und Wesen des Verstorbenen stehen. Foto: stock.adobe.com/Vitezslav Vylicil (KI)

Persönliche und fröhliche Erinnerungen verbinden

Eine Trauerrede ist eine Ansprache im Rahmen einer Trauerfeier, die dazu dient, das Leben der verstorbenen Person zu würdigen und Abschied zu nehmen. Sie kann sowohl von einem Geistlichen als auch von Angehörigen oder Freunden gehalten werden. Die Rednerin oder der Redner bringt persönliche Erinnerungen ein und betont die Bedeutung der verstorbenen Personen für die Gemeinschaft.

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Eine Trauerrede muss nicht nur traurig sein, auch fröhliche Erinnerungen, verbinden und trösten, sagt Elke Herrnberger, Pressesprecherin des Bundesverbandes Deutscher Bestatter. Sie gibt praktische Hinweise, wie man eine Rede formuliert, die der Persönlichkeit des Verstorbenen gerecht wird und gleichzeitig der Trauergemeinschaft Halt gibt. Außerdem wird die Bedeutung einer Trauerrede erläutert und Tipps für die gute Struktur einer Trauerrede gegeben.

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Die Auswahl der Redner ist entscheidend. Neben Geistlichen oder professionellen Trauerrednern können auch nahe Angehörige oder Freunde sprechen. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass das Halten einer solchen Rede in einem Moment tiefer eigener Trauer eine große emotionale Herausforderung darstellen kann, die auch überfordern kann.

Die Gestaltung einer wirkungsvollen Trauerrede erfordert Sorgfalt und Mitgefühl. Oftmals fällt es schwer, einen Anfang oder eine Struktur zu finden. Der folgende Aufbau könne als kleiner Leitfaden dienen, so Elke Herrnberger:

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Einleitung: Vorstellung des Redners und Darlegung der Beziehung zum Verstorbenen.

Todesfall: Erläuterung der Umstände, unter denen der Verstorbene sein Leben verließ.

Erinnerung: Persönliche Geschichten und Anekdoten, die den Charakter des Verstorbenen beleuchten.

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Was bleibt: Diskussion über die bleibenden Werte und Einflüsse des Verstorbenen auf sein Umfeld.

Abschluss: Aufruf zur gemeinsamen Erinnerung und zum Weitertragen der Werte des Verstorbenen.

Auch inhaltlich hat Elke praktische zu Herrnberger Tipps für die Rede. Sie rät, die Persönlichkeit des Verstorbenen zu respektieren: Die Rede sollte die Einzigartigkeit der Person respektieren und authentisch sein. Außerdem sei es in Ordnung, Emotionen zeigen. Das mache die Rede menschlich und greifbar. Dennoch sollte die Rede auch unter dem Einfluss starker Emotionen verständlich und strukturiert bleiben. Deswegen lautet Herrnbergers Tipp: Lieber in einfachen Sätzen sprechen.

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Da es während der Trauerfeier sehr emotional werden kann und auch der Redner oder die Rednerin von ihren Emotionen übermannt werden kann, sollte die Rede gut vorbereitet werden. Auch sei es ratsam, die Rede vorab zu üben. Trauer- und Grabreden sind wichtige Elemente der Trauerarbeit und bieten eine Gelegenheit, das Leben eines geliebten Menschen zu feiern und zu ehren. Sie erfordern Einfühlungsvermögen und Respekt vor dem Verstorbenen sowie den Gefühlen der Angehörigen. Mit den richtigen Worten können sie eine Quelle des Trostes und der Erinnerung sein. Auch viele Bestatter:innen sind geschulte Trauerredner:innen.

Auf der Website des Bundesverbandes Deutscher Bestatter unter www.bestatter.de finden sich weitere Informationen. msl/BdB


Was Trauernden hilft - und was nicht

Trauer ist ein schmerzhafter, oft einsamer Prozess - doch muss er das sein? „Wir brauchen liebe Menschen, um gut unterstützt und mit viel Rücksicht aufgenommen zu werden, um diesen langen Weg der Trauer gehen zu können“, sagt die Trauerbegleiterin Chris Paul im Gespräch mit dem Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ (Ausgabe 5B/2025).

Viele fühlen sich unsicher im Umgang mit Trauernden. „Man weiß nicht, wie man sich verhalten soll, hat Angst, etwas Falsches zu sagen“, so Paul. Ihre Empfehlung: „Uneitel“ helfen - nicht für ein Dankeschön, sondern weil ein Mensch in Not ist. „Dann reicht es oft, nur ein bisschen da zu sein, zu reden. Das heißt Normalität.“

Ein weit verbreitetes Missverständnis: dass Trauern bedeute, loszulassen. „Im Gegenteil“, sagt Chris Paul. Studien zeigten, dass es vielen Menschen helfe, mit den Verstorbenen in Verbindung zu bleiben - sei es durch Erinnerungen, Rituale oder Zeichen. Auch alltägliche Gesten wie das Tragen eines Erinnerungsstücks oder das Gespräch am Grab seien heilsam: „Wenn ich eine gute innere Verbindung zu den Verstorbenen habe, habe ich tatsächlich mehr Entspannung und Liebe für die Lebenden.“ Bettina Lüke


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